Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Apps & SmartwatchesDie negativen Folgen der ständigen Selbstvermessung

Höher, schneller, weiter: Täglich versuchen wir uns selbst zu steigern – mit Unterstützung von Apps und Smartwatches. Welche Gefahren das birgt und warum wir unserem Körpergefühl vertrauen sollten, erklärt Psychologin Vivien Suchert.

Der Blick auf den Fitnesstracker: ein Fünftel der Österreicher verwendet Smartwatches und Fitness-Apps
Der Blick auf den Fitnesstracker: ein Fünftel der Österreicher verwendet Smartwatches und Fitness-Apps © (c) Getty Images (Nastasic)
 

Täglich blicken Menschen auf ihre Smartwatch oder Apps, um Daten über ihren Körper zu erhalten. Woher kommt der Wunsch, sich ständig selbst zu vermessen?
Vivien SUCHERT: Diese Daten befriedigen einen Teil des Bedürfnisses nach Selbsterkenntnis. Die Neugier, Sachen wissen und besser verstehen zu wollen, wohnt dem Menschen schon immer inne. Mit der Selbstvermessung geht das einen Schritt weiter. Auf einmal haben wir Zugang zu Werten, die wir vorher gar nicht wissen konnten. Wir konnten zwar zum Beispiel spüren, dass unser Herz schneller schlägt, aber wie schnell es genau schlägt, konnten wir nicht wissen. Jetzt haben wir die Möglichkeit, über die Beschränktheit der eigenen Sinne hinaus zugehen und eine scheinbar objektive Messung zu erhalten.

Kommentare (5)

Kommentieren
redbull
0
2
Lesenswert?

Fehler

10 Prozent oder ein Fünftel der Österreicher...:
10 Prozent wären aber ein Zehntel...

1000 Schritte: Vorinstallierte Apps am Smartphone empfehlen diese Schrittzahl täglich zurückzulegen, um fit zu bleiben:
Sollte wohl 10.000 heißen.

Holzerl
0
5
Lesenswert?

Hirn?

Es ist wie bei vielen Dingen im Leben, Hirn einschalten und den gesunden Hausverstand nutzen hat noch nie geschadet.
Bei Leistungssportlern und auch Hobbysportlern sind zb. Pulsuhren schon immer in Gebrauch, aber ob ich wirklich wissen muss, wie hoch mein Puls am "Häusel" ist,.... frag' ich mich auch.
Hausverstand und Eigenverantwortung werden halt immer weniger,...

fb1fb286cb86e7184868f49dd9ac76bf
0
4
Lesenswert?

Letzter Satz im Artikel ist der Wichtigste eine

Völlig richtig, einfach nur genießen, auch die Anstrengung. Ich selbst habe jahrelang GPS, Puls, Höhenmeter und, und, und gemessen, bis ich mich endlich davon gelöst hatte. Heute ist nicht einmal mehr eine Kamera dabei, denn den Moment als solches kann man ohnehin nicht festhalten. Die Jagd nach "dem" Foto ist genauso bedenklich wie die ständige Selbstkontrolle.
Falls jemand Bilder sehen möchte, kann er die Tour gerne selbst begehen....

musifussi
0
0
Lesenswert?

Kein Foto?

ab und zu ein schönes Landschaftsfoto darf schon sein - nicht jeder hat die Möglichkeit auf Berge etc. zu wandern! Aber sie haben schon recht was die "Vielfotografiererei" betrifft - wer schaut sich's vollständig jemals wieder an???

Lamax2
2
6
Lesenswert?

Körper-Wertewahn

Dieses Verhalten ist nicht nur gefährlich, sondern auch "deppert", denn diese Körper-Vermesser verlieren in Wahrheit das Gefühl für den Körper und gehen dann mit jedem kleinen Schnupfen zum Arzt oder blockieren die Ambulanzen.