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Zukunft unserer Kleidung Das tragen wir in 20 Jahren

Fast Fashion und Kleidung von der Stange könnten bald Vergangenheit sein – Themen wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit rücken in den Vordergrund.

Mit Freunden chatten und dabei ein mobiles Gerät in der Hand halten: Dieses gewohnte Bild könnte schon bald aus unserem Alltag verschwinden. Digitale Helfer werden in Zukunft kaum wahrnehmbar mit den Dingen des täglichen Lebens verschmelzen: auch mit unserer Kleidung. Zu diesem Schluss kommt die QVC Zukunftsstudie „Living 2038: Wie lebt Deutschland übermorgen?“ in Zusammenarbeit mit Trendforscher Professor Peter Wippermann, Trendbüro und Kantar. „Knapp jeder dritte Deutsche aus der Generation Z kann sich laut unserer Umfrage vorstellen, künftig Kleidung zu tragen, die wie ein Smartphone funktioniert“, sagt Mathias Bork, CEO von QVC. „In 20 Jahren will niemand mehr umständlich Nachrichten tippen. Sprachsteuerung macht dann auch Kleidung zum praktischen Alltagshelfer.“

 

(c) APA/AFP/JOHANNES EISELE (JOHANNES EISELE)

Ein namhafter Jeanshersteller präsentierte bereits eine Jacke, die durch Tap auf den Arm Telefonate ermöglicht. Auch Accessoires enthalten künftig neue Technologien. Smarte Gürtel und Schmuckstücke sammeln über Sensoren Gesundheitsdaten und warnen, wenn diese aus dem Lot geraten. Der US-Hersteller Wearable X stellte die Yogahose Nadi X vor: Sie zeigt per Vibration an, wenn eine Haltung falsch ausgeführt wurde. Natürlich verbindet sie sich auch mit dem Smartphone und gibt Feedback zu den Übungen.

 

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Auch das Anprobieren von Schuhen oder Hosen könnte in naher Zukunft vorbei sein. Jeder Zweite aus der Generation Z wünscht sich laut der Living-2038-Studie, dass Kleidung in Zukunft automatisiert nach Maß für ihn hergestellt wird. Ein Trend, der auch dabei hilft, textile Überproduktion zu vermeiden. 3D-Druck bietet dabei neue Chancen. Wie das aussehen kann, zeigte Designer Zac Posen bei der Met Gala 2019: Er kleidete Prominente wie Katie Holmes und Nina Dobrev in Kleider und Accessoires aus 3D-Druck. Das niederländische Unternehmen Hans Boodt beliefert Designerlabels sogar mit individuellen Schaufensterpuppen aus dem 3D-Drucker.

 

(c) Charles Sykes/Invision/AP (Charles Sykes)

Digitale Mode: Kleidungsstücke, die es real nicht mehr gibt. Einen radikalen Schritt weiter geht das niederländische Start-up The Fabric. Designer-Kleidung wird dort nur noch digital konzipiert – zugeschnitten auf die Trägerin, die das Teil ausschließlich in den sozialen Netzwerken zeigt: als individuellen Filter über dem Körper. In der Realität wird das Luxus-Teil gar nicht mehr produziert – es existiert nur als Datei. Das erste Kleid versteigerte das Label für 9.500 Euro in New York. Der Gedanke dahinter: Was physisch nicht mehr hergestellt wird, schont Ressourcen und Umwelt.

 

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