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TiershowsSchaulustige Touristen, leidende Tiere

Verhaltensbiologe Laurent Amann gibt Tipps, wie man im Urlaub wilde Tiere bestaunen kann, ohne dass sie für diese Unterhaltung leiden müssen.

© pixs:sell - Fotolia
 

Jedes Jahr quälen sich Tiere für schaulustige Touristen ab. Elefantenreiten, Delfinshows und Tigerfotos sehen auf den ersten Blick friedlich aus. Doch der Schein trügt. Es gibt aber Alternativen, bei denen Tiere nicht für Ihre Unterhaltung leiden müssen. Was Sie ab nun im Urlaub vermeiden sollten und wie Sie mit gutem Gewissen Publikum sein können, erklärt Ihnen der Verhaltensbiologe und Tierflüsterer Laurent Amann.

Elefantenreiten: Schläge, Isolation

Elefantenreiten ist sehr beliebt und genauso brutal. Die meisten dieser Elefanten werden nach der Geburt von der Mutter getrennt oder in der Wildnis gefangen. Damit sie folgsam werde, kettet man sie an und misshandelt sie mit Metallhacken. Die Seile eines Sattels schürfen beim Reiten Wunden auf dem Rücken eines Elefanten. Elefanten sind höchst sensible und intelligente Tiere mit einem eigenen Willen. Diesen zu missachten, verursacht beim Tier Qualen.
Alternative: Statt Elefantenreiten besuchen Sie ein Waisenhaus für Elefanten oder eine Rettungsstation, in der genau diese Elefanten gerettet wurden und nun ein würdevolles Leben führen.

Delfinshows – Kunststücke und Qual

Delfine sind wissenschaftlich gesehen die intelligentesten Tiere auf Erde. Weitaus intelligenter als unsere Hunde, Katzen und Pferde. Doch nachdem diese wundervollen Wesen im Ozean gefangen werden, müssen sie in engen Becken Kunststücke für Schaulustige vorzeigen. Um sie bei der Arbeit motiviert zu halten, werden sie hungrig gehalten. Durch den großen Lärm bei der Vorführung verlieren sie Hör- und Orientierungssinn. Ihre Haut zeigt oftmals Risse, weil sie sich selbst verstümmeln. Viele Delfine begehen nach einigen Monate Selbstmord, um dem Leid zu entkommen.
Alternative: Bewundern Sie stattdessen Delphine im offenen Meer und tauchen Sie mit Meeresbiologen und Tierkommunikatoren in die faszinierende Welt eines Delfins ein.

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Pferde- und Eselreiten: Bis zur Erschöpfung

Abgemagerte Pferde und Esel, die meist schwergewichtige Touristen bei hohen Temperaturen von einer Attraktion zur anderen tragen müssen? Verzichten Sie lieber darauf! Finger weg von schreienden Kamelen, verletzten Eseln und apathischen Pferden. Tun Sie dem Tier was Gutes und unterstützen Sie nur jene Betreiber, bei denen Sie mit gutem Gewissen ein Erlebnis haben können. Möchten Sie einen Reiturlaub angehen, greifen Sie auf Betreibern mit artgerechter Haltung zurück, die europäische Standards vorweisen können. Tiere müssen hochwertig gefüttert und ärztlich versorgt werden, benötigen freie Tage und hochwertiges Reitzeug. Suchen Sie nach geeigneten Plattformen im Internet und seien Sie kritisch bei Ihrer Wahl.

Schlangen und Affen

Schlangen, die tanzen müssen, Affen, die an der Kette gehalten werden oder in Kinderkleidung präsentiert werden, Tauben, die sich streicheln lassen müssen, all das ist gegen ihre Natur. Diese Tiere sind meistens hohem Stress ausgesetzt. Viele Besitzer gehen auch nicht artgerecht mit ihnen um: Beispielsweise reißen sie Schlangen die Zähne aus oder verbrennen ihre Sinnesorgane. Oder sie trennen Babyaffen von ihrer Mutter kurz nach der Geburt und misshandeln diese, um sie „fügsam“ zu machen. Tauben bricht man einfach die Flügel, damit sie nicht wegfliegen. Tiger und Bären sind angekettet im Drogenrausch, damit das Urlaubsfoto gelingen kann. Alternative: Schauen Sie sich Tiere lieber in der Wildnis an, besuchen Sie ökologisch geführte Safari Resorts in einem Naturpark und lassen Sie sich so von der Welt der Tiere faszinieren. 

Zur Person

Foto © Tamara Wassermann

Der Tieraktivist Laurent Amann (35 Jahre) ist Autor des Bestsellers „Mein Hund hat eine Seele“, Verhaltensbiologe sowie Tierkommunikator.

 

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