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Ein Jurist klärt aufDarf man E-Mails einfach weiterschicken?

Warum das Weiterleiten von E-Mails oder WhatsApp-Gesprächsverläufen an Dritte rechtlich problematisch ist und welche Konsequenzen es im Streitfall haben kann.

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Wenn Persönlichkeitsschutz und Urheberrecht verletzt werden, könnte das teuer kommen... © (c) Monster Ztudio - stock.adobe.com
 

Im Zeitalter der digitalen Kommunikation ist es leicht und häufig nur allzu verführerisch, ganze Gesprächsverläufe, die eigentlich nur für Zwei oder zumindest einen sehr engen Personenkreis gedacht waren, an Dritte weiterzuleiten – sei es zur allgemeinen Belustigung, als Beweis für eine Infamie oder einfach aus Gedankenlosigkeit. Vertraulichkeit kann bei E-Mails, Chats aus einem Internetforum oder WhatsApp-Verläufen weitgehend ausgedient. „Dass damit gegen Gesetze verstoßen wird, ist kaum jemandem klar und kann bei einer Eskalation oder im Konflikt zu schmerzvollen rechtlichen Konsequenzen führen“, sagt der Rechtsanwalt und Experte für Urheberrecht und Persönlichkeitsschutzrecht, Stefan Schoeller, und erklärt: „Schon seit 1936 ist in Paragraf 77 des Urheberrechtsgesetzes der sogenannte Briefschutz festgelegt. Er dient den Persönlichkeits- und Datenschutzrechten sowohl des Absenders als auch des Empfängers - allerdings nur dann, wenn ,berechtigte Interessen’ verletzt werden.“

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