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Unseco Das sind die neuen Welterbestätten 2019

Die UN-Kulturorganisation Unesco hat insgesamt 29 Orte in in die Liste des Welterbes aufgenommen. Das sind die Newcomer.

Indien. Sie wird nicht von ungefährt die "rosarote Stadt" genannt: Die von einer historischen Mauer umgebene Stadt Jaipur im nordwestindischen Bundesstaat Rajasthan wurde 1727 unter dem Maharaja von Amber, Sawai Jai Singh II., gegründet. Die wichtigsten Märkte, Geschäfte, Wohnhäuser und Tempel entlang der Hauptstraßen wurden vom Staat errichtet, um ein einheitliches Fassadenbild zu gewährleisten.

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Irak. Das 85 Kilometer südlich von Bagdad gelegene Babylon umfasst die Ruinen der Stadt, die zwischen 626 und 539 vor Christus Zentrum des Neubabylonischen Reiches war. Die Stadt und ihre Verbindung zu zwei der sieben Weltwunder der Antike – den Hängenden Gärten und den Festungsmauern von Babylon – ist bis heute Inspirationsquelle für Kunst und Kultur weltweit.

APA/AFP/HUSSEIN FALEH (HUSSEIN FALEH)

Myanmar. Bagan gilt als heilige Landschaft mit einer außergewöhnlichen Vielfalt buddhistischer Kunst und Architektur. Die Stätte umfasst acht Teilgebiete mit zahlreichen Tempeln, Stupas, Klöstern und Pilgerstätten sowie archäologischen Überresten, Fresken und Skulpturen.

APA/AFP/YE AUNG THU (YE AUNG THU)

China. Das Zugvogelschutzgebiete entlang der Küste des Gelben Meeres im Golf von Bohai umfasst Teile eines Gezeiten- und Wattsystems, das als das größte der Welt gilt. Seine Wattflächen und Sümpfe sind von außerordentlicher biologischer Produktivität und dienen als Wachstumsgebiete für viele Fisch- und Krebstierarten.

Yancheng Broadcasting Television

Italien. Die Hügel des Prosecco zwischen Conegliano und Valdobbiadene ist von steil abfallenden Hügeln, kleinen Rebparzellen auf grasbewachsenen und engen Terrassen, den sogenannten Ciglioni, Wäldern, Dörfern und Ackerland geprägt.

Arcangelo Piai fotografo

Portugal. Das Heiligtum des Bom Jesus do Monte liegt auf der Anhöhe von Espinho, die sich über der Stadt Braga im Norden Portugals erhebt. Diese Kulturlandschaft erinnert durch die Nachbildung eines heiligen Berges mit einer Kirche an das christliche Jerusalem. Das überwiegend im Barockstil gehaltene Heiligtum entstand über einen Zeitraum von mehr als 600 Jahren und veranschaulicht die europäische Tradition der „Sacri Monti“, der heiligen Berge.

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Frankreich. Die Französischen Südgebiete und -meere umfassen die größten Inseln des südlichen Indischen Ozeans: die Crozetinseln, den Kerguelen-Archipel sowie die Inseln Sankt Paul und Amsterdam. Diese artenreiche Oase inmitten des Ozeans ist Heimat für zahlreiche Seevögel und Meeressäuger.

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Brasilien. Zwischen den Bergen der Serra da Bocaina und dem Atlantischen Ozean gelegen, umfasst diese Kulturlandschaft das historische Zentrum von Paraty, einer der am besten erhaltenen Küstenstädte Brasiliens, sowie vier Naturschutzgebiete des Atlantischen Regenwalds.

LucVi/stock.adobe.com (Lucas Viani)

Island. Der Nationalpark Vatnajökull ist eine Vulkanregion, die über zehn Prozent der Fläche Islands bedeckt. Die Hauptkrater von acht Vulkanen liegen unter Gletschern, wovon zwei zu den aktivsten des Landes zählen.

Thorvardur Arnason

Russland. Die Gebäude der Pskower Architekturschule gehen bis in das 12. Jahrhundert zurück und zeichnen sich durch quadratische Formen, Kuppeln, Veranden und Glockentürme aus.

A.G. Kalinenko

Tschechische Republik. Die flache, sandige Landschaft in Kladruby nad Labem mit ihren zahlreichen Wäldern zeugt von einer Zeit, als Pferde eine entscheidende Rolle für Transport, Landwirtschaft und Militär spielten. Die Kulturlandschaft umfasst Zucht- und Dressuranlagen für Kladruber. Diese als Wagenpferd gezüchtete Rasse wurde bei Zeremonien am Habsburgischen Kaiserhof eingesetzt.

Magdalena Strakova

Laos. Mehr als 2100 megalithische Krüge haben der „Ebene der Steinkrüge“ in Xieng Khouang ihren Namen gegeben. Die teilweise tonnenschweren Sandsteingefäße dienten während der Eisenzeit wohl Bestattungszwecken.

flu4022/stock.adobe.com (URF)

Großbritannien. Das Jodrell-Bank-Observatorium befindet sich im Nordwesten Englands und ist eines der weltweit ersten Observatorien für Radioastronomie. Zu Beginn seiner Nutzung im Jahr 1945 wurde hier kosmische Strahlung mithilfe eines Radarsystems erforscht. Das auch heute noch in Betrieb befindliche Observatorium umfasst mehrere Radioteleskope und weitere Gebäude wie Lagerhallen und Kontrollräume.

Anthony Holloway

Japan. Auf einem Plateau über der Ebene von Osaka gelegen, umfasst die Kofun-Gruppe von Mozu-Furuichi 49 Hügelgräber. Die Hügelgräber haben markante Formen und waren Begräbnisstätte der gesellschaftlichen Elite.

Toshiyuki Yasuda

Spanien. Risco Caído liegt in einer weitläufigen Bergregion mit zahlreichen Klippen, Schluchten und vulkanischen Formationen im Zentrum der Insel Gran Canaria. Die Kulturlandschaft umfasst die Höhlensiedlungen einer prähispanischen Inselkultur, die sich seit der Ankunft der Berber aus Nordafrika vor 2000 Jahren bis zur Ankunft der ersten Spanier im 15. Jahrhundert isoliert entwickelt hat.

Nacho Gonzalez

USA. Die Architektur des 20. Jahrhunderts von Frank Lloyd Wright zählt jetzt auch zum Welterbe. Darunter die an einem kleinen Wasserfall erbaute Villa Fallingwater in Mill Run, das Haus von Herbert und Katherine Jacobs in Madison und das Guggenheim-Museum in New York.

Solomon R. Guggenheim Museum

Iran. Die Hyrkanischen Wälder sind einzigartige Laubwälder, die sich über rund 850 Kilometer entlang der Südküste des Kaspischen Meeres erstrecken. Mehr als 40 Prozent aller im Iran bekannten Gefäßpflanzen befinden sich in der hyrkanischen Region, die lediglich sieben Prozent der Landesfläche ausmacht und Heimat des Persischen Leoparden ist.

Komeil Ghasempour

Korea. Die Stätte umfasst neun neokonfuzianische Akademien, die sogenannten Seowon, aus der Zeit der Joseon-Dynastie, die zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert bestand.

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Kanada. Im Milk River Tal mit seinen uralten, verwitterten Sandsteinsäulen hinterließen die Siksikáítsitapi, die auch als Blackfoot bekannt sind, Gravuren und Malereien auf Sandsteinwänden. Die ältesten archäologischen Funde stammen aus der Zeit um 1800 vor Christus.

Alberta Parks

Portugal. Der 30 Kilometer nordwestlich von Lissabon gelegene, königliche Gebäudekomplex von Mafra wurde 1711 unter König Johann V. entworfen und gilt als bauliche Verwirklichung seiner Vorstellung von Monarchie und Staat. Das imposante rechteckige Palastgebäude beherbergt die Gemächer des Königs und der Königin, die königliche Kapelle in Form einer römischen Barockbasilika, ein Franziskanerkloster und eine Bibliothek.

JPR

Burkina Faso. Die Historischen Stätten der Eisenverhüttung umfassen insgesamt 15 noch erhaltene Rennöfen, mehrere Ofenstrukturen, Minen sowie Spuren von Wohngebäuden in verschiedenen Provinzen des Landes. Die ältesten Zeugnisse in Douroula stammen aus dem 8. vorchristlichen Jahrhundert.

Sebastien Moriset

China. Die archäologischen Ruinen der Stadt Liangzhu, die etwa zwischen 3300 und 2300 vor Christus bestand, liegen im Jangtse-Delta und sind Zeugnis eines ehemaligen Regionalstaates des spätneolithischen Chinas.

Ditto

Australien. Im Südwesten Australiens befinden sich der Budj-Bim-Vulkan, der Tae Rak, auch Condah-See genannt, das von Feuchtgebieten geprägte Kurtonitj und das von felsigen Bergkämmen und großen Sumpfgebieten durchzogene Schutzgebiet der Tyrendarra. Das Lavagestein des Budj Bim-Vulkans ermöglichte es den Gunditjmara, einer Gruppe der Aborigines, hier eines der ältesten Aquakultursysteme der Welt zu errichten.

Tyson Lovett-Murray

Bahrain. Die Grabhügel von Dilmun wurden zwischen 2050 und 1750 vor Christus errichtet und umfassen 21 archäologische Stätten im Westen Bahrains. Sechs davon sind Nekropolen, die aus bis zu mehreren tausend Hügelgräbern bestehen. Insgesamt wurden 11.774 Gräber in Form niedriger zylindrischer Türme gefunden.

Melanie Münzner

Deutschland/Tschechische Republik. Seit dem Mittelalter wurde im sächsisch-böhmischen Erzgebirge Erz abgebaut. Bergwerke, wegweisende Wassermanagement-Systeme, innovative Erzaufbereitungsanlagen, Schmelzhütten und Bergbaustädte prägen die Kulturlandschaft.

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Aserbaidschan. Die Altstadt von Şəki liegt an den Ufern des Flusses Kiş. 1772 wurde das historische Zentrum durch Überschwemmungen zerstört und im Anschluss wiedererrichtet. Heute prägen wieder Häuser mit den für Şəki chrakteristischen hohen Satteldächern das Antlitz der Stadt.

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Polen. Die Montanregion Krzemionki liegt im Heiligkreuzgebirge und umfasst vier jungsteinzeitliche und bronzezeitliche Abbaugebiete für die Gewinnung von gebändertem Feuerstein, der hauptsächlich zu Beilen verarbeitet wurde.

Krzysztof Peczalski

Indonesien. Das Bergbauerbe der Zeche Ombilin ist ein Industriekomplex für Abbau, Verarbeitung, Transport und den Export von Kohle im Westen Sumatras. Die Stätte umfasst das Bergwerk, die Zechenstadt, das Kohlelager am Hafen von Teluk Bayur, früher als Emmahaven bekannt, und das Schienennetz, das die Minen mit der Küste verbindet.

Alga & Putiah Studio

Deutschland. Das Wassermanagement-System der Stadt Augsburg wurde in mehreren Phasen seit dem 13. Jahrhundert entwickelt. Es umfasst ein Kanalsystem, Wassertürme mit Pumpwerken aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, eine ehemals durch Wasser gekühlte Stadtmetzgerei, drei Prachtbrunnen sowie Wasserkraftwerke, die auch heute noch nachhaltig Strom erzeugen.

Sandra Kaiser
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