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Verletzungen verhindernTipps für ein sicheres Zuhause mit Alzheimer

Rund 100.000 Österreicherinnen und Österreicher leiden an dementiellen Erkrankungen. Für sie kann das eigene Zuhause zu einer Gefahrenquelle werden.

Alzheimer birgt ein hohes Verletzungsrisiko. © (c) New Africa - stock.adobe.com
 

Die Alzheimer-Krankheit bringt viele Herausforderungen mit sich – sowohl für den Patienten als auch für seine Angehörigen. Rund 100.000 Österreicherinnen und Österreicher leiden laut der Österreichischen Alzheimer Gesellschaft an dementiellen Erkrankungen, 60 bis 80 Prozent davon an Alzheimer. Ein nachlassendes Gedächtnis, eine Verschlechterung der Alltagsfähigkeiten sowie ein zunehmender Bewegungsdrang können auch zuhause zu Gefahrensituationen führen. Deshalb sollte die Wohnsituation an die Bedürfnisse der Erkrankten angepasst werden. Die deutsche Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) gibt in ihrem Ratgeber “Leben mit der Diagnose Alzheimer” Tipps, um Verletzungen in den eigenen vier Wänden zu vermeiden: 

1. Stolperfallen markieren

Alzheimer-Patienten brauchen viel Raum zur Bewegung, allerdings können Teppichkanten oder Kabel zu einem gefährlichen Hindernis werden - es besteht Stolpergefahr! Hohe Teppiche und unnötige Elektrokabel sollten bestenfalls ganz gemieden werden, die Sicherheit auf Treppen kann durch Markierungen mit bunten Klebeband verbessert werden.

2. Türen absichern

Der Orientierungssinn ist bei Alzheimer-Patienten bereits früh gestört, sie sollten also nicht alleine unterwegs sein, um sich nicht zu verirren. Gleichzeitig ist das Weglaufen eine häufig auftretende Verhaltensweise von erkrankten Personen. Türgriffe können mit Kindersicherungen ausgerüstet und Alarmmatten vor die Ausgänge gelegt werden. In manchen Fällen kann es sogar gut sein, die Tür an sich zu verbergen.

3. Risiken im Bad verhindern

Das Badezimmer birgt einige Verletzungsmöglichkeiten, deswegen sollte hier besonders auf Sicherheit geachtet werden: Rutschfeste Gummimatten und Haltegriffe sollten unbedingt vorhanden sein. Außerdem ist es ratsam, die Wasserhähne zusätzlich zu markieren - rot für heiß, blau für kalt - und die Heißwassertemperatur auf maximal 45 Grad einzustellen, um Verbrühungen zu verhindern. Viele empfinden auch einen erhöhten Toilettensitz als Erleichterung.

4. Küchengeräte wegsperren

Auch in der Küche ist das Verletzungsrisiko von Alzheimer-Patienten hoch. Messer und andere gefährliche Küchengeräte sollten sicher und unerreichbar verstaut werden. Ebenso sollten sich Pfannen und Töpfe, die gerade benutzt werden, außer Reichweite befinden. Ein Brandmelder und ein Feuerlöscher sorgen für zusätzlichen Schutz.

Der kostenlose Ratgeber kann unter www.alzheimer-forschung.de/leben-mit-alzheimer bestellt werden.

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