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Tipps vom Katzen-Coach Damit der Katze nicht das Schnurren vergeht

Katzen sind rätselhafte Wesen – und manchmal weiß man als Besitzer nicht weiter. Coach Michaela Schneider zeigt die fünf häufigsten Gründe auf, warum aus Samtpfoten Kratzbürsten werden können.

Unsauberkeit. Benutzt eine Katze nicht ihr Klo, stellen viele Besitzer die Diagnose: protestpinkeln. „Katzen werden nie aus Protest unsauber, sondern weil es ihnen nicht gut geht“, sagt Katzencoach Michaela Schneider.
Der erste Schritt ist deshalb der Weg zum Tierarzt, um eine Krankheit auszuschließen. Liegt kein körperlicher Grund vor, ist meist ein seelisches Unwohlsein wie Probleme mit einem Artgenossen, geänderter Lebensstil oder Familienzuwachs die Ursache. Oft stecken zu wenige, selten gereinigte oder an den falschen Stellen aufgestellte Klos dahinter. Wichtig: Nicht strafen. Katzen können keinen Zusammenhang zur Unsauberkeit herstellen.

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Kratzmarkieren. Kratzt eine Katze an Möbeln, Vorhängen oder Tapeten ist das ein Hinweis darauf, dass sie zu wenige Kletter- und Spielmöglichkeiten hat. Jeder Stubentiger braucht (mindestens) einen stabilen, möglichst großen Kratzbaum zum Krallenschärfen, Springen und Schlafen in luftigen Höhen. Für kleine Wohnungen gibt es auch Wandkratzbäume, eine andere Möglichkeit sind Catwalks. „Vor allem bei Wohnungskatzen ist regelmäßiges Spielen sehr wichtig, damit ihnen nicht langweilig wird“, sagt Schneider. Sie müssen geistig (Intelligenzspielzeug, Clicker-Training) und körperlich (Federangel, Bälle werfen) ausgelastet werden.

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Nächtliche Unruhe. Wenn der Mensch schlafen will, drehen die Katzen so richtig auf: Bringt einen der Stubentiger um die Nachtruhe, kann es daran liegen, dass sie am Tag zu wenig ausgepowert wurde, sie sich langweilt, Hunger hat oder zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Gegensteuern kann man, indem man vor dem Schlafengehen ausgiebig mit dem Tier spielt, einen kleines Betthupferl verfüttert oder ein nächtliches Kuschelritual einführt. Auch Demenz bei älteren Katzen kann nächtliche Unruhe auslösen: Den Schlafplatz in die Nähe des Bezugsmenschen verlegen, damit das Tier ihn nicht suchen muss.

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Ängstlichkeit. Man weiß nicht immer was Katzen erlebt haben, bevor man sie adoptiert. Oft sind schlimme Erlebnisse in der Vergangenheit der Grund dafür, dass Tiere ängstlich sind. So hilft man der Katze, ihre Scheu zu verlieren: Ruhe und Geduld sind der Schlüssel, um ihr Vertrauen zu gewinnen. „Man darf das Tier nicht bedrängen, zum Streicheln zwingen, sondern muss warten, bis es von selber zu einem kommt“, sagt Michaela Schneider. Immer mit ruhiger Stimme mit dem Stubentiger sprechen und artgerecht kommunizieren (Blinzeln ist das Lächeln der Katze). Viele Samtpfoten vergessen ihre Schüchternheit, wenn man mit ihnen spielt.

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Aggressivität gegenüber Artgenossen. Die meisten Katzen sind keine Einzelgänger, aber trotzdem gibt es manchmal Streit mit tierischen Mitbewohnern. Das kann viele Gründe haben: körperliche Beschwerden, ein konkreter Vorfall, der das Gefüge in der Gruppe verändert hat, mangelnde Auslastung oder ein neuer Artgenosse, der zu schnell in die Gruppe integriert wurde. „Katzen sind Gewohnheitstiere und gewöhnen sich nur langsam an neue Gegebenheiten. Eine Vergesellschaftung braucht Geduld und Sachkenntnis“, sagt Schneider. Und natürlich muss der neue Partner vom Alter (keine Kitten zu erwachsenen Tieren), Geschlecht (am besten Kater zu Kater, Katze zu Katze) und Charakter zur angestammten Katze passen.

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