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Pandemie schwächt Finanzen Die Zukunft der Museen und Tauschhandel zum Haareraufen

Serie "Und was jetzt?": Wolfgang Muchitsch, wissenschaftlicher Leiter des Universalmuseums Joanneum, über die Zukunft des Ausstellungsbetriebs, Sammlungsaufträge und schlechte Tauschgeschäfte.

Wolfgang Muchitsch (57) ist wissenschaftlicher Geschäftsführer des Universalmuseums Joanneum und Präsident des Museumsbunds Österreich © Ballguide/Hiebl
 

Corona bringt Kulturstätten unter Druck. In der Londoner Royal Academy wurde unlängst ernsthaft diskutiert, einen Michelangelo zu verkaufen, um 150 Arbeitsplätze abzusichern. Ist das die Zukunft der Museen?
WOLFGANG MUCHITSCH: Objekte zu verkaufen und damit Sanierungen, Bauten, Schulden, Gehälter abzudecken: Das war bisher ein Tabu. Wir bauen Museumssammlungen auf, um sie späteren Generationen weiterzugeben. Auch Schenker und Stifter gehen davon aus, dass ihre Objekte aufbewahrt und nicht verkauft werden. Aber natürlich hat Corona dazu geführt, dass man, auch in den USA, die Richtlinien breiter auszulegen beginnt – im Brooklyn Museum of Art etwa haben die Direktoren bestimmt, dass Verkaufserlöse bis auf Weiteres auch zur Erhaltung der Sammlung verwendet werden können.

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