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PlattenkritikColdplay: Die Welt ist schlecht, die neue Platte nicht

„Everyday Life“, das neue Album der Band, ist ein schöner Schritt in die Vergangenheit.

Chris Martin von Coldplay (rechts)
Chris Martin von Coldplay (rechts) © APA/AFP/GEOFFROY VAN DER HASSELT (GEOFFROY VAN DER HASSELT)
 

Bislang war Coldplay eine einfache Entweder-oder-Angelegenheit: Entweder man liebte den bunten, flockigen, auf allen Ebenen korrekten Stadion-Powerpop von Chris Martin & Co – oder man bekam Ohrenausschlag davon. Diese Love-Hate-Simplizität könnte sich mit dem neuen (Doppel-)Album der Truppe, das heute erscheint, ändern. Denn „Everyday Life“ beinhaltet beides: schmalzigen, pickigen, säuselnden, ärgerlich belanglosen Blubber-Pop. Und hochintensive, musikalisch mutige Stücke, die in ihrer Originalität an die Anfangszeit der Band erinnern.

Vor allem der Song „Arabesque“ zählt zum Besten und Schrägsten, das die Band je aufnahm. Ein flirrendes, orientalisch angehauchtes Stück, das – unterstützt von Femi Kuti und seiner Brassband – in einem krachenden Jazz-Finale mündet. Insgesamt scheint die Band die eigene Größe sattzuhaben. Small is beautiful – wenngleich auch auf „Everyday Life“ das Pathos und die Theatralik nicht zu klein geraten.

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