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AnalyseOscars: Warum ''Green Book'' der falsche Siegerfilm ist

Die 91. Oscar-Verleihung ist Geschichte. Sie endete mit vielen wohlverdienten Gewinnern und Gewinnerinnen, richtungsweisenden Entscheidungen und der einen oder anderen Überraschung. Nur die Kür des Rassismus-Roadtrips "Green Book" fügt sich ausgerechnet 2019 nicht ins Bild.

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Furiose Schauspieler, aber lauter Klischees im mintgrünen Cadillac: "Green Book" © AP
 

Die alten Queen-Mitglieder eröffneten mit ihren Hadern "We will rock you" and "We are the Champions" diese Oscar-Gala, die mit einem Schlussakkord der Dissonanzen endete. Denn: Ausgerechnet eine Veranstaltung, die drei Jahre nach der Debatte #OscarsSoWhite nur so vor mutigen, absolut verdienten und dabei vor fünf Jahren bestimmt übersehenen Entscheidungen mit Symbolcharakter strotzte, zeichnet am Ende einen Wohlfühlfilm über Rassismus in der Königsdisziplin "Bester Film" aus. Einen, der ohne Bezug zur zerrissenen US-Gegenwart auskommt: das auf wahren Begebenheiten basierende Drama "Green Book" über den schwarzen Pianisten Don Shirley von Regisseur Peter Farrelly.

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Fr Schafferhofer (?) ist eine

Filmexpertin! Gratuliere! Für diesen Aufsatz - setzen - gerade noch Genügend!.

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eleasar
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"Green Book" ist einer der besten Filme,

den ich in den letzten Jahren gesehen haben. Mit Humor, guter Musik, tollen Schauspielern, tiefgehenden Aussagen und einer klaren Botschaft für mehr Gerechtigkeit. Absolut der richtige Siegerfilm!

Wobei man man durchaus das ganze System der Oscar-Verleihung hinterfragen darf. Wenn brilliante Filme wie "Die fabelhafte Welt der Amelie" keinen einzigen Oscar bekommen, stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien hier entschieden wird.

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FlushingMani
1
45
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Gegenargument

Vorab: Ja, Green Book mag "weichgespült" und mit einem Happy End versehen sein.
Dennoch ist es so, dass trotz - oder vielleicht sogar WEGEN - dieser Weichgespültheit eine viel breitere Masse an Menschen angesprochen und somit mit diesem Thema konfrontiert wird.
Ich selbst habe wahrgenommen, dass Bekannte sich diesen Film angesehen haben, von denen ich mir eine Beschäftigung mit dem Thema Rassismus so nicht erwartet habe und die so zu Diskussionen und zum Nachdenken darüber angeregt wurden.
Mir ist lieber, eine breite Masse wird angesprochen und beschäftigt sich erstmals mit dem Thema Rassismus, als ein Film hat einen "elitären" Kreis als Zielgruppe, der sich dann zwar tiefgründiger damit beschäftigt, aber von Haus aus differenzierter über dieses Thema nachdenkt.
Somit halte ich den Film sehr wohl als überaus würdigen Gewinner.

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