Bei Doppelmoderationen kann mitunter einer von beiden davongaloppieren, bei Stefanie Hertel und Marco Ventre herrschte Harmonie. Ein freundschaftliches Glück. Man spürt, dass sie sich seit 20 Jahren kennen. So konnte sich der 47-jährige Kärntner bei seinem "Wenn die Musi spielt"-Debüt für den ORF und den MDR auf die 43-jährige Deutsche verlassen; da drängte sich keine(r) vor, da standen sie kumpelhaft und voller gegenseitigem Vertrauen vor dem Publikum. Gut möglich, dass Ventre wie Giovanni Zarrella im ZDF künftig nicht nur mit Stefanie ein Duett singt ("Mamma Maria" von Ricchi e Poveri bei der Premiere), sondern auch mit einem der Gäste.

Mitunter waren die Schmähs aus dem Drehbuch bei den Dialogen zu aufgelegt, aber die beiden werden sicher noch spontaner werden. Spritziger war die Show jedenfalls schon bei diesem Winter-Open-Air. Zu der die Künstler auch ohne hohe Gagen anreisen, weil es diesen Mix aus volkstümlicher Musik, Hüttengaudi und Schlager sonst im Fernsehen nicht gibt. "Wir modernisieren leicht, aber nehmen der Sendung nicht ihre Seele", sagt Ventre.

Die Südsteirer (zweite Reihe) und die Draufgänger
Die Südsteirer (zweite Reihe) und die Draufgänger © KRIVOGRAD

1000 Euro Gage plus Kost und Logis – das bekommt jeder Act, egal ob er schon mehrere Erfolge in den Hitparaden feiern konnte oder erst am Karrierestart steht. Wie die Südsteirer, die das "Junge" nun im Namen weglassen – bei einem Durchschnittsalter der Musiker von 27 Jahren. "Wir wollten den Namen einfach gestalten", lachen die Leibnitzer. Das Küken war Luca Stangl (16) aus dem Traunviertel – in Lederhosen und mit Ziehharmonika. Womit man bei der "Musi" freilich kaum auffällt. Etwa fünfmal so viele Acts bewerben sich, wie dann auf der Bühne stehen. Zu den Stars in Bad Kleinkirchheim gehörten die "Seer". Obwohl sie 2022 zwei Nummer-eins-Alben veröffentlicht haben, arbeitet Bandkopf Fred Jaklitsch schon an neuen Liedern (geplant für Herbst). Erwarten darf man wieder "emotionale Botschaften, Hauruck-Nummern überlasse ich anderen", so der Steirer. Ebenfalls ein neues Album für Herbst kündigte hinter den Kulissen Nik P. an – parallel zu seiner ersten Tour seit sechs Jahren.

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