Die Idee, die man dem ORF präsentierte, war denkbar einfach, erklärt der österreichische Regisseur Arman T. Riahi im Gespräch: "Warum machen zwei Moslems und eine Jüdin im ORF einen Weihnachtsfilm?" Die zwei Muslime, das sind er und Bruder Arash T. Riahi. Die Jüdin ist Regisseurin Mirjam Unger. "Schrille Nacht" ist ihr Weihnachtsfilm, der heute Abend um 20.15 in ORF 1 ausgestrahlt wird. Zu sehen sind sieben zehn- bis 20-minütigen Episoden, die von der Christbaumkatastrophe bis zum Weihnachtswunder reichen.
Begonnen hatte alles mit einer Ausschreibung des ORF. Die Riahi-Brüder hatten die Anfrage bekommen, ob ihnen Kurzgeschichten zum Thema Weihnachten einfallen würden. "Eine ungewöhnliche Situation", sagt Arman T. Riahi. "Ich schaue nicht wahnsinnig katholisch aus." "Wir sind alle nicht religiös", führt Unger fort. Gleiches gelte auch für Riahis regelmäßige Co-Autoren, den ebenso hier involvierten ägyptisch-stämmigen Faris Rahoma und den orthodoxen Aleksandar Petrovic, der "sowieso der größte Atheist der Welt" sei.