In Deutschland wurde der Musikpreis namens Echo 2018 nach Skandalen eingestellt, der österreichische Grammy – der Amadeus Austrian Music Award – hat auch die Lockdowns überlebt. Nun konnte er wieder im Rahmen einer Gala im Wiener Volkstheater verliehen werden, nur die Aftershow-Party fiel aus. Das Budget dafür wurde an "Nachbar in Not" gespendet.

Statt Bilderbuch, die krankheitsbedingt ausfielen, eröffnete Josh das Fest der Branche, auf dem er später noch jubeln konnte. Die Gewinner in den Genre-Kategorien waren ja schon in den letzten Tagen bekannt gegeben worden – dazu gehörten Josh (Pop/Rock), Granada (Alternative), Melissa Naschenweng (Schlager), RAF Camora (Hip-Hop), Turbobier (Hard & Heavy) und Klangkarussell (Electronic/Dance).

Conchita Wurst vor einem Porträt des zu früh verstorbenen Willi Resetarits alias Ostbahn-Kurti
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Sowie das Quartett Ernst Molden/Willi Resetarits/Walther Soyka/Hannes Wirth (Jazz/World/Blues), somit ging posthum ein Amadeus Award an den kürzlich bei einem Unfall verstorbenen Ausnahmekünstler Resetarits.

Überglücklich: Josh bei seinem Liveauftritt
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Als Überraschungen hatten sich der Verband der Österreichischen Musikwirtschaft als Veranstalter die Hauptkategorien aufgehoben, Josh konnte dann mit vollen Händen heimgehen. Er wurde für den Song des Jahres ("Expresso & Tschianti") prämiert und war mit seinem Team auch als Songwriter des Jahres siegreich – ebenfalls für "Expresso & Tschianti".

Die Konkurrenz beim Song des Jahres war stark gewesen: "Blaues Licht" (RAF Camora feat. Bonez MC), "Hödn" (Seiler und Speer), "Home" (Klangkarussell) und "Nahuel Huapi" von Bilderbuch.


Prämiert für das Album des Jahres: RAF Camora mit "Zukunft". Er setzte sich in dieser Kategorie gegen Ina Regen, Josh, Mira Lu Kovacs und Chris Steger durch.

Conchita Wurst moderierte die Gala im Volkstheater
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Spannend wurde es noch einmal beim Liveact des Jahres, präsentiert von oeticket: Die Sieger hießen Pizzera & Jaus, die beiden gaben zur gleichen Zeit ein Konzert im Grazer Orpheum. Geheim war bis zuletzt auch der FM Award: Er ging diesmal an das Indie-Rock-Duo Cari Cari.

Die Laudatio für Boris Bukowski (Lebenswerk-Amadeus) hielt sein Kumpel Thomas Spitzer. Zwei Steirer unter sich. Zu den Hits von Bukowski gehören "Ich bin müde", "Kokain" oder "Euer Fritze mit der Spritze".

Thomas Spitzer und Boris Bukowski (Gewinner Lebenswerk)
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