Die große BilanzEuro 2020 sorgte für Quotenrekorde und eine Überraschung

Der vorgezogene Höhepunkt war das Achtelfinalspiel zwischen Italien und Österreich mit mehr als zwei Millionen Fernsehzuschauern. Die Quoten waren bei der Euro 2020 höher als bei der Euro 2016.

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Kyle Walker und Italy's Emerson Palmieri © AP
 

Das Finale zwischen Italien und England der am Sonntag zu Ende gegangenen Fußball-Europameisterschaft haben sich bis zu zwei Millionen Zuseher im ORF angesehen. Im Schnitt verfolgten die zweite Halbzeit 1,95 Millionen Personen bei einem Marktanteil von 62 Prozent, wie der ORF in einer Aussendung mitteilte. Damit war es nach der Verlängerung der Partie Italien gegen Österreich (2,03 Millionen) das meistgesehene Match der EM 2020.

Das Elfmeterschießen schauten am Sonntagabend noch im Schnitt 1,92 Millionen Zuseher bei 75 Prozent Marktanteil. Bei den jungen Zielgruppen lagen die Marktanteile noch höher (80 Prozent bei 12-49; 78 Prozent bei 12-29).

Insgesamt erreichte der ORF knapp unter 6 Millionen Zuseher (weitester Seherkreis) und damit 79 Prozent der heimischen TV-Bevölkerung. Der Wert liegt etwas unter dem Wert für die Fußball-Europameisterschaft 2016, als 6,4 Millionen Menschen in Österreich zumindest kurz Kontakt mit der EURO per ORF hatten.

Schnitt lag über 2016

Im Schnitt verfolgten jedes EM-Spiel 818.000 Zuseherinnen und Zuseher bei einem Marktanteil von 38 Prozent (48 Prozent bei 12-49; 52 Prozent bei 12-29). Hinsichtlich dieser Werte lag der ORF über jenen von 2016. Damals schauten im Schnitt 788.000 Personen pro Match bei einem Marktanteil von 37 Prozent zu.

Vier der fünf Topreichweiten entfielen auf die Spiele mit österreichischer Beteiligung. Nur das Finale zwischen England und Italien reihte sich auf Platz 2 der meistgesehenen Begegnungen ein. Auf den Plätzen sechs und sieben folgen die beiden Halbfinalbegegnungen zwischen Italien und Spanien bzw. England und Dänemark. Insgesamt wurden 13 Spiele von einem Millionenpublikum verfolgt.

RangSenderSpielDurchschnittsreichweite in Mio.
1ORF 1Italien-Österreich2.03
2ORF 1Iralien-England1.95
3ORF 1Ukraine-Österreich1.64
4ORF 1Niederlande-Österreich1.56
5ORF 1Österreich-Matzedonien1.50
6ORF 1Italien-Spanien1.43
7ORF 1England-Dänemark1.34
8ORF 1Frankreich-Deutschland1.21
9ORF 1Schweiz-Spanien1.15
10ORF 1Belgien-Italien1.14

In Deutschland trübte das frühe Ausscheiden der DFB-Elf die Quotenbilanz. Das Interesse war trotzdem hoch, insbesondere am Finalspiel. Knapp 21 Millionen Personen verfolgten das Spiel im ZDF - zwei Millionen mehr als 2016. ZDF und ARD hatten sich das Turnier untereinander aufgeteilt. Die Durchschnittsquote pro Spiel lag beim ZDF etwas höher (10,91 Millionen) als bei der ARD (9,59 Millionen).

147.000 streamten das Finale

Auch ein neuer Rekordwert seit Einführung der Online-Bewegtbildmessung kam im Zuge der EURO 2020 für den ORF zustande. So erzielte der ORF-Livestream beim Elfmeterschießen zwischen Italien und England eine Durchschnittsreichweite von 147.930 Personen. "Der ORF Sport hat unter coronabedingt schwierigen Bedingungen eine großartige Performance gezeigt und eines der trefferreichsten und besten EM-Turniere perfekt ins Bild gesetzt", wurde ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz in der Aussendung zitiert.

Kommentare (1)
LaPantera69
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3
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Kommentatoren

Die Quote im ORF wäre noch um ein Vielfaches höher, wenn der ORF professionelle Kommentatoren einsetzen würde. Das Geschwätz von Thomas König und Oliver Polzer ist von einem Mangel an Fachverständnis geprägt und daher kaum zu ertragen.

Kristina Inhof als Moderatorin hingegen ist wahrlich eine Bereicherung.