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Covid beim 65. Song ContestWettquoten: Die Buchmacher behalten (meistens) recht

Island tritt wegen eines Covid-Falls in der Band beim zweiten Halbfinale nicht live in Rotterdam auf. Österreichs Vincent Bueno ("Amen") ist ein Wackelkandidat. Wir tippen aber auf den Einzug ins Finale!

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Nicht live: Vom isländischen Beitrag "10 Years" läuft im Halbfinale ein Mitschnitt der Probe © AFP
 

Ein Glücksgefühl löste die erste Live-Übertragung aus Rotterdam bei vielen Fans des kunterbunten Wettsingens vor den Bildschirmen aus, 3500 Live-Zuschauer auf den Rängen sorgten für viel Energie und eine lang vermisste Stimmung in der Ahoy-Arena. Doch sechs Länder, darunter Slowenien, Nordmazedonien und Rumänien, mussten sich von der gigantischen ESC-Bühne nach dem ersten Halbfinale schon wieder verabschieden, stimmen aber am Samstag beim großen Finale trotzdem mit. Da sind die Musikexperten in allen (jeweils fünfköpfigen) Fachjurys und das Televoting-Publikum aller 39 Teilnehmerländer des 65. Eurovision Song Contests am Zug.

Wer gilt im zweiten Semifinale als sicherer Aufsteiger? Auf dem Stockerl werden von den Buchmachern der Schweizer Gjon’s Tears, die isländische Truppe Daði og Gagnamagnið und die Bulgarin Victoria gehandelt. Alle drei Acts waren schon 2020 nominiert und mussten, wie Bueno, ein neues Lied einreichen. Hoch gehandelt werden zudem Finnlands Rocker Blind Channel.
Für Island gibt es einen Dämpfer – angesichts eines Covid-Falls in der Band. Es kommt heute zu keiner Live-Darbietung, „da wir nur gemeinsam als Gruppe auftreten wollen“, wie Sänger Daði Freyr twitterte. Obwohl der Rest der Delegation erneut negativ auf Covid-19 getestet worden war. Die EBU erklärt offiziell: „Ihr Song wird im Wettbewerb bleiben. Wir übertragen ihre Proben-Performance, die am 13. Mai in der Arena aufgenommen wurde.“

Fällt 2021 auf: die Schweiz mit Gjon's Tears (Startnummer 16) Foto © EBU

Gjon’s Tears, bürgerlich Gjon Muharremaj mit albanisch-kosovarischen Wurzeln, ist neben der Ukrainerin von der extravaganten Band Go_A ("Shum") gesanglich der eigenwilligste Interpret. Mit Falsettstimme appelliert er in "Tout l'univers", selbst in einer in sich zusammenfallenden, explodierenden Welt um sich herum nie die Hoffnung auf Liebe zu verlieren.

Für Österreich könnte es eng werden. In den Wettbüros liegt Vincent Bueno mit "Amen" mal auf Platz zehn, mal auf Platz elf unter den 17 Acts des zweiten Halbfinales. Elf wäre knapp daneben. Die Hoffnung: Beim ersten Halbfinale behielten die Buchmacher bei neun Beiträgen recht. Belgien war nur auf Rang zwölf getippt worden – und schaffte den Einzug ins Finale. Dafür fiel Kroatien, das als Finalist gesetzt worden war, hinaus. Eröffnet wird das zweite Semifinale (ORF 1, 21 Uhr) von San Marino (Senhit mit "Adrenalina"); Vincent ist mit Startnummer fünf an der Reihe.
Alle Songs dieses Jahrgangs sind auf einem Sampler als Doppel-CD bei Universal Music erschienen.
Beim ersten Halbfinale erreichte ORF 1 im Schnitt 339.000 Seher, obwohl Österreich nicht mitstimmen konnte.

Die 1980er-Jahre lassen grüßen: Dänemark schickt mit Fyr & Flamme seine Ausgabe von Modern Talking nach Rotterdam Foto © EBU


Das war das erste ESC-Halbfinale in Rotterdam (18. Mai):

Startreihenfolge 20. Mai

01: San Marino: Senhit, „Adrenalina“
02: Estland: Uku Suviste, „The Lucky One“
03: Tschechien: Benny Cristo, „Omaga“
04: Griechenland: Stefania, „Last Dance“
05: Österreich: Vincent Bueno, „Amen“
06: Polen: RAFAL, „The Ride“
07: Moladwien: Natalia Gordienko, „SUGAR“
08: Island: Daði og Gagnamagnið, „10 Years“
09: Serbien: Hurricane, „Loco Loco“
10: Georgien: Tornike Kipiani, „You“
11: Albanien: Anxhela Peristeri, „Karma“
12: Portugal: The Black Mamba, „Love Is On My Side“
13: Bulgarien: VICTORIA, „Growing Up Is Getting Old“
14: Finnland: Blind Channel, „Dark Side“
15: Lettland: Samanta Tina, „The Moon Is Rising“
16: Schweiz: Gjon's Tears, „Tout l'Univers“
17: Dänemark: Fyr Og Flamme, „Øve Os På Hinanden“



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