Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Generaldirektor Alexander WrabetzORF sei kein "Megaphon der Regierung"

Ausblick auf 2021: Das ORF-Publikum soll vom Sparpaket im kommenden Jahr „fast nichts“ merken.

ORF-Boss Alexander Wrabetz (60)
ORF-Boss Alexander Wrabetz (60) © KLZ/Jürgen Fuchs
 

Für Österreichs öffentlich-rechtlichen Rundfunk steht ein entscheidendes Jahr bevor: Die Novelle des ORF-Gesetzes, 75 Millionen Euro an Einsparungen und die Einführung des ORF-Players warten. Dazu steht 2021 die Wahl des Generaldirektors an. Ob Alexander Wrabetz, seit 2007 an der Spitze der größten Medienorgel des Landes, erneut antreten wird, hat er offiziell noch nicht bestätigt. Dem Vernehmen nach wartet er noch auf den idealen Zeitpunkt, wie man bei einem Hintergrundgespräch mit ihm heraushören konnte.

Seine Intention: Von den Einsparungen soll das TV-Publikum „fast nichts merken“, erklärt Wrabetz und verweist auf derzeit laufende abschließende Gespräche mit dem Betriebsrat.

Denn trotz den Sparvorhaben sind Großprojekte wie die Rückkehr von „Starmania“ 2021 und im Herbst sogar eine weitere Live-Event-Reihe (möglicherweise Staffel 14 von „Dancing Stars“) eingeplant. Die Frage, ob sich mit dem Musikformat noch die junge Zielgruppe erreichen lässt, beantwortete Wrabetz allgemein: „Sich auf die Zielgruppe der 12- bis 29-Jährigen zu kaprizieren, ist ein Missverständnis.“

Dem Vorwurf, in der Coronakrise ein Megaphon der Regierung zu sein, widerspricht Wrabetz: Das die Österreicher durch die Übertragung der Pressekonferenzen sofort und direkt informiert werden, nähme das Publikum gut an – „ohne dass wir dabei unseren Ruf verlieren“.
Den Erfolg von Servus TV (bei den Marktanteilen im Bereich von ORF III) schmälert Wrabetz nicht, ist aber „sehr froh, dass man dort sehr deutlich den Unterschied zu öffentlich-rechtlichem Journalismus sehen kann“. Die ORF-Diskussionsformate bekämen keinen Neuzugang, nur an einem Ausbau vom „Runden Tisch“ werde gearbeitet.

Die Rückkehr der Bundesliga-Livespiele – der ORF hatte sich bei Sky um eine Sublizenzierung bemüht – sind in diesem Jahr kein Thema. Für die Zukunft will Wrabetz aber nicht ausschließen, dass ausgewählte Spiele der österreichischen Bundesliga ins Free-TV zurückkehren. Im dichten Sportprogramm der kommenden zwölf Monate dürfte deren Fehlen aber ohnehin kaum auffallen: Mit Ski-WM, Fußball-EM oder Olympia sei der Terminplan ja schon jetzt dicht.

ORF-Budget

Derzeit hält man bei den Werbeeinnahmen im ORF-Fernsehen bei einem Minus von 10 bis 12 Prozent unter dem Vorjahr, "vor dem Sommer haben wir aber sogar mit einem Rückgang von 25 bis 30 Prozent gerechnet", hat Wrabetz Mitte Oktober erklärt.
Dank weitreichender Einsparungen könne dem Stiftungsrat im November ein ausgeglichenes Budget für 2021 vorgelegt werden.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

Mezgolits
3
0
Lesenswert?

Seine Intention: Von den Einsparungen soll das TV-Publikum

"fast nichts merken", erklärt Wrabetz ... Vielen Dank - und ich empfehle
dem Herrn ORF-Generaldirektor - seinen Beschäftigten zu vermitteln -
die ekelerregenden Zich-Sprachfehler - endlich zu berichtigen. E. M.

Hgs19
3
8
Lesenswert?

Zur Überschrift ..na net ...

Der ORF als Rechtsform nicht , aber die unzähligen Moderatoren und Berichterstatter...

wischi_waschi
3
5
Lesenswert?

Witz

Der Witz des Tages, ist ein Grund , das ich keinen ORF mehr schaue.
Never...……...