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Liebesg'schichtenFolge acht des Quotenhits mit sechs neuen Singles

Die sechs Beziehungssuchenden vom 24. August im Überblick (ORF 2, 20.15 Uhr).

Liebesg´schichten und Heiratssachen
Sylvie aus Kärnten sucht einen Partner © ORF
 

Horst, 59-jähriger Fleischhauer in Pension aus Niederösterreich, war 20 Jahre verheiratet und hat aus dieser Beziehung vier Kinder. Leider zerbrach die Ehe. Für den Mostviertler folgte eine harte Zeit. Horst traute sich am Anfang nicht einmal, im Ort einkaufen zu gehen: „Ich hab mich geniert. In so einem kleinen Dorf, da redet jeder.“ Jetzt haben seine Töchter ihn doch überredet, sich einen Schubs zu geben und sein Glück bei den „Liebesg’schichten“ zu versuchen. Die neue Dame an seiner Seite soll mitten im Leben stehen: „Ich brauche gar nichts Außergewöhnliches. Sie muss nicht besonders blond sein oder einen großen Busen haben. Hauptsache das Herz ist am rechten Fleck“, sagt Horst im Interview. In Corona-Zeiten ist das Singledasein noch herausfordernder, findet der Pensionist: „Man überlegt sich gut, bevor man jemanden umarmt oder ein Busserl gibt.“ Aber, wenn man sich das dann gut durchdacht hat, kann es mit der Liebe schon was werden. Dann darf die Neue „sogar eine Wienerin sein. Wenn sie nicht zu viel redet“, scherzt Horst. Weil, „Schmäh führen gehört einfach zum Leben dazu.“

Petra, 54-jährig, arbeitssuchend, aus Niederösterreich, hat ein spezielles Hobby: „Selfies machen.“ Gern richtet sich die zweifache Mutter in Ruhe her, um dann schöne Handyfotos von sich zu machen: „Es können gar nicht genug sein“, lacht sie. Im Moment hat Petra leider viel Zeit, sie sucht Arbeit, weil die Großveranstaltungen, auf denen die Garderobiere arbeitet, wegen Covid-19 abgesagt wurden. Aber, tröstet sie sich: „Ich bin genügsam und keine Materialistin. Was ich nicht ändern kann, muss ich hinnehmen.“ Die Niederösterreicherin war dreimal verheiratet, aber die Ehen gingen in die Brüche. Petra wünscht sich jetzt einen neuen Mann an ihre Seite, der groß und kräftig ist. Eine Glatze findet sie bei Männern übrigens auch sexy. Und betont: „Ich brauche einen Kuschelbären, der mich an der Hand nimmt und lenkt.“ Auch der Sexualität soll in der Beziehung Platz gewidmet sein: „Ich genieße die Liebe mit jeder Faser meines Körpers.“ Die Singledame mag schräge Musik und Horrorfilme. Wenn der neue Partner sich fürchtet, macht das gar nichts: „Er darf sich gern bei mir ankuscheln.“

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Horst (NÖ) war Fleischhauer. Die neue Dame an seiner Seite soll mitten im Leben stehen Foto © ORF

Mario, 39 Jahre, Angestellter aus Tirol, ist begeisterter Fan von Star Trek, Raumschiff Enterprise und Knight Rider. Er musste schnell erwachsen werden, als er mit 23 Jahren Vater wurde. Jetzt nutzt der Kandidat die Zeit, um „mit meiner Tochter wieder kindische Dinge zu tun. Ich nutze jede Gelegenheit, um Sachen zu machen, die ich mich früher niemals getraut hätte.“ Vor ein paar Jahren hatte Mario noch Höhenangst, heute sucht er bei Hochschaubahn-Fahrten seinen Geschwindigkeits-Kick. Der Singlemann verkleidet sich gern und spielt mit seiner Ukulele Klassiker seines Idols David Hasselhoff. Der gebürtige Oberösterreicher zog wegen der Liebe nach Tirol, die zweieinhalbjährige Beziehung hielt nicht: „Es hat damit geendet, dass der Nachbar hübscher war, das hat natürlich weh getan.“ Mittlerweile ist Mario, der in Tirol bleiben will, bereit für eine neue Frau in seinem Leben. Dass er sich nicht gründlich vorbereitet hätte, können ihm die Damen wahrlich nicht vorwerfen: „Ich hab sogar schon im Kleiderkasten für die neue Frau Platz geschafft.“
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Mirko, der als Sohn eines Gastarbeiters in den 1960er-Jahren nach Österreich gekommen ist, liebt seine neue Heimat Tirol Foto © ORF

Sylvie, 46, Büroangestellte aus Kärnten, hat Gloria Gaynors Lied „I will survive“ als ihre Hymne für schwierige Zeiten auserkoren. Die vierfache Mutter ist prinzipiell ein sehr zufriedener Mensch, wünscht sich aber einen liberalen Mann voller Lebensfreude an ihre Seite. Und, will sie noch unbedingt hinzufügen: „Bitte keinen Raucher, das ist beim Küssen nicht so angenehm.“ Ihr Exmann war Sylvies große und bisher einzige Liebe, vor zwei Jahren kam es zur Scheidung. Zwei der gemeinsamen Kinder wohnen noch bei ihr, die beiden anderen stehen schon auf eigenen Beinen. Die Kärntnerin findet, dass es in Österreich noch immer zu sehr als Frauensache betrachtet wird, die Kinder zu erziehen und alle Termine zu koordinieren: „Ich hoffe schon, dass ich moderne Männer erzogen habe“, will Sylvie ihre eigenen Söhne diesbezüglich einen anderen Weg gehen sehen. Ihre glühenden Vorbilder sind ihre Eltern, die seit 63 Jahren verheiratet sind: „Sie haben noch immer ihre Rituale. Sie gehen zum Beispiel jeden Tag ein Stück miteinander spazieren.“ Das findet sie sehr romantisch.
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Mario ist bereit für eine neue Frau in seinem Leben Foto © ORF

Mirko, pensionierter 57-jähriger Schichtleiter aus Tirol, ist seit vier Jahren Single und bereit für die Liebe: „Wenn ich spazieren geh, dann fehlt mir etwas an meiner Seite“. Die zukünftige Partnerin des gebürtigen Kroaten soll liebevoll, herzlich und voller Sinnlichkeit sein. Was für ihn sinnlich ist, davon hat er exakte Vorstellungen: „Mit allen Sinnen das Leben genießen.“ Mirko war 27 Jahre lang verheiratet. Die Ehepartner/innen haben sich auseinandergelebt. Der zweifache Vater, der mit seinem Sohn und einer Katze zusammenwohnt, macht gern Witze: „Eine Katze ist schön, aber eine zweibeinige Katze wäre noch besser“, stellt er lächelnd in den Raum. Als Sohn eines Gastarbeiters in den 1960er Jahren nach Österreich gekommen, liebt Mirko seine Heimat Tirol. Er erinnert sich noch heute daran, als er nach seiner Ankunft als Bub zum ersten Mal in seinem Leben Schnee gesehen und sich wie im Paradies gefühlt hat. Der 1,92 m große Hobby-Tennisspieler freut sich, bald eine attraktive Dame an seiner Seite zu haben: „Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frauen“, schmunzelt er.

Annemarie, 55-jährige Schulbuslenkerin aus Niederösterreich, glaubt definitiv noch an die große Liebe. Ein leichtes Leben hatte sie bisher nicht, dennoch wagt sie die Suche nach dem Traummann erneut. Die Niederösterreicherin war mit einem Alkoholiker verheiratet – das war mit drei kleinen Kindern alles andere als leicht: „Man glaubt immer, dass es besser wird, aber das wird es nicht. Der trinkt weiter.“ Annemarie ließ sich scheiden. Danach hatte sie ein Verhältnis mit einem verheirateten Landwirt, der ihr versprochen hat, seine Frau zu verlassen: „Es war schön. Aber wenn du merkst, es gibt keine gemeinsame Zukunft, dann musst du das beenden“, beschreibt sie ihre damalige Situation. Die Berufsfahrerin ist lösungsorientiert, wie sie erzählt: „Wenn der Bauer die Mistsuppe ausführt, mach ich einfach das Fenster zu. Anstatt mich Stunden lang darüber aufzuregen.“ Sie wünscht sich einen ebenso pragmatischen, unverheirateten, ehrlichen, treuen und attraktiven Mann zwischen 50 und 60 Jahren.

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