Die Salzburger Festspiele rangieren irgendwo zwischen Friedensprojekt, Avantgarde, Hochfest der Kunst und Event. Was bedeuten die Festspiele für Sie, Herr Teichtmeister?
FLORIAN TEICHTMEISTER: Ich zögere mit der Antwort, weil ich die Festspiele in so vielen verschiedenen Lebensphasen erlebt habe. Etwa als Kind und Jugendlicher mit meiner Familie als Zuschauer. Man projiziert ja so viel hinein. Es ist jedes Jahr ein neues Projekt, eine neue Anhäufung an Künstlerinnen und Künstlern, von Ideen und der Haltung zu Zeitströmungen. Das heißt: Wenn man die Festspiele selbst früge, was sie sind, wüssten sie es nicht. Weil sich die Festspiele selbst immer wieder neu erfinden müssen. Dazu changiert die Position, die man selbst dazu hat. Das ist der Kern der Festspiele, dass sich daran etwas ändert und dass auch gestritten wird darum.
Festspiel-Doku
Florian Teichtmeister: "Die wahren Helden sind die Zuschauer"
Florian Teichtmeister über Salzburg, Vorsicht und Jedermann-Angebote. Heute (ORF 2, 20.15 Uhr) ist er vor der "Jedermann"-Übertragung Teil einer neuen Festspiel-Doku.
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