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ORF IIIDas jüngste Kind der ORF-Flotte wächst und gibt der Streitkultur einen Raum

Eine Bühne für Sprechtheater und Experimente wie „Tanzcafé Franz“: Was auf dem Spartensender der ORF-Flotte mit 867.000 Sehern täglich im Schnitt künftig geplant ist.

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ORF-III-Chef Peter Schöber mit seiner Chefredakteurin Ingrid Thurnher © ORF
 

Als „verlässliche Ergänzung zu den beiden Hauptsendern, eine Heimat für Lern- und Wissbegierige“, bezeichnet ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz das jüngste, nunmehr achtjährige Kind der ORF-Flotte. Das stetig wächst: „Im Schnitt haben wir mittlerweile 867.000 Zuschauer pro Tag, auch die Verweildauer ist gestiegen. Sie liegt nun bei mehr als 24 Minuten“, erklärt Peter Schöber, Geschäftsführer von ORF III, nicht ohne Stolz. Wobei die Quote bei einem Spartensender für Kultur und Information nicht im Vordergrund steht, sie wird daher auch nicht täglich im Teletest ausgewiesen. Geheim ist sie deswegen nicht: Das Hauptabendprogramm kratzt meist an der 200.000-Seher-Marke, ob nun mit einer Heimatdoku, einem Politikformat oder einem Verbrauchertest wie vorgestern „Die Wahrheit über Billigsemmeln“. Der monatliche Marktanteil liegt bei rund 2,5 Prozent, das Durchschnittsalter des Publikums bei 53 Jahren.

Würde ich Ingrid Thurnher noch ein weiteres Format moderieren lassen, müsste ich sie schon klonen. So viel ist sie am Schirm.

Peter Schöber, ORF-III-Boss

Zu den bekanntesten Gesichtern von ORF III gehört Ingrid Thurnher, die als Chefredakteurin neben „Politik live“ (donnerstags) und der monatlichen „Runde der Chefredakteure“ etwa auch wieder die „Sommer(nach)gespräche“ und die „Inside“-Formate leiten wird.
Und Barbara Rett: Sie bleibt mit der Kulturleiste „Erlebnis Bühne“ eine Programmsäule. „Mit unserem Angebot der Klassikübertragungen am Sonntag sind wir europaweit führend“, sagt Schöber. Rett moderiere nicht nur diese Abende, „sie kuratiert mit ihrem Team als absolute Expertin auch das Programm“, so Schöber. Ausprobieren will man nach den Erfolgen mit Oper, Operette und den Festspielbühnen künftig Sprechtheater-Ausstrahlungen (voraussichtlich freitags), bei Zuspruch auch aus den Bundesländern. „Derzeit sind wir einmal mit der Josefstadt sowie deren Kammerspielen im Gespräch“, verrät der ORF-III-Boss. Ein Versuchsballon war „Die Herrmannsschlacht“ aus der Burg, die laut Schöber „funktioniert“ hat.

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