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In der Mediathek"Geheimsache Tiertransporte": ZDF-Reporter mit erschütternder Reportage

ZDF-Journalist Manfred Karremann berichtet seit 1991 über das Schicksal von Tieren auf Transportwegen durch Europa. Am Dienstagabend wollte er mit seiner neuen Reportage zeigen, dass die Tiere der EU egal seien, sobald sie Europa verlassen.

Die Aufschrift auf dem Schiff ist wie ein Hohn © ZDF/Manfred Karremann
 

Millionen Tiere werden jedes Jahr durch Europa transportiert, bis nach Nordafrika und in den Nahen Osten. Rinder und Schafe sind oft tage- oder wochenlang eingepfercht auf Lastwagen und Schiffen unterwegs. Seit 1991 hat der "37°"-Autor Manfred Karremann oft im ZDF über das Schicksal der Tiere auf Langstreckentransporten berichtet. Die EU hat mehrfach mit verbesserten Vorschriften zum Tierschutz auf die Sendungen reagiert. Doch dies bietet zu wenig Schutz.

Das braun-weiße Rind im Lastwagen atmet schwer. Es liegt am Boden. Seine Leidensgenossen treten es unwillkürlich. Nach gut 20 Minuten ist das Tier tot. Eine Szene, so gedreht Ende August 2017 an der EU-Außengrenze zur Türkei am Grenzübergang in Kapikule. Eine Ausnahme? Der Export von Rindern und Schafen aus der EU boomt wieder. Hauptempfänger für lebende Tiere ist neben der Türkei der Nahe Osten. Schon kleine Kälber werden über 3000 Kilometer weit transportiert. Nach Tagen oder Wochen am Ziel angekommen, erwartet viele Tiere aus Europa in der Türkei oder im Nahen Osten ein Ende mit unsäglichen Schrecken.

Manfred Karremann fotografiert einen mit Rindern beladenen Transporter Foto © ZDF/Johannes Laidler

Auch Tierschützer schlagen erneut Alarm: Niemand kümmere sich mehr um die Gesetze, sobald unsere Tiere die EU verlassen, so ihre Beobachtungen. Sie berichten von verdursteten Rindern am türkischen Grenzübergang. Von einer unsäglichen Quälerei auf alten Viehfrachtern und nach der Ankunft im Nahen Osten und Nordafrika.

Erst kürzlich wurden deshalb eine Million Protestunterschriften an die EU-Kommission in Brüssel übergeben. Der Hintergrund: Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass das Wohl der Tiere bis zum letzten Zielort sichergestellt sein muss. Doch: Niemand kontrolliert die Transporte, wenn sie einmal die EU verlassen haben. Das bestätigt auch "37°"-Autor Manfred Karremann. Schon kurz hinter den EU-Außengrenzen trifft er auf verdurstete Rinder, ebenso auf Zuchtkühe, die auf den Lastwagen gebären und sterben.

Karremann wollte wissen: Sind die Bilder vom Tierleid Ausnahmen? Oder wird hier systematisch ein Gesetz nicht eingehalten? In einer mehrmonatigen, investigativen Recherche, die ihn von deutschen Bauernhöfen über Bulgarien und die Türkei bis in den Libanon geführt hat, ging er dieser Frage nach. Mit einem erschreckenden Ergebnis. "37°" zeigte seine Bilanz am Dienstag um 22.15 Uhr im ZDF und 1,5 Millionen Deutsche sahen zu. Wer die Reportage verpasst hat, kann das hier nachholen.

Sehen Sie hier einen Trailer zu "Geheimsache Tiertransporte".

 

Kommentare (16)

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jgriesauer
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Schrecklich!!!!

Ich bin zornig und traurig! Ich würde gerne etwas dazu sagen ,aber mit fehlen die Worte um meine Abscheu gegenüber diesen Menschen auszudrücken!
Ich frag mich nur warum es hier keinen Aufschrei der Menschen gibt! Tiere haben eben keine Lobby! Ganz im Gegenteil- die EU und ihre Partner sind die Folterknechte der Tiere!

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Holdandr
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Wie kann ein Tier das ertragen

Ich habe nach dieser Reportage die halbe Nacht nicht schlafen können. Wie können wir solchen unglaublich abscheulichen (mir fehlen die Worte dafür) Taten nichts entgegnen? Wie können Menschen so grausam sein? Und wie können europäische „Exporteure“ ihre Tiere in so einen schrecklichen Leidensweg schicken?

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CuiBono
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3
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Jetztzeit

Schlacht-, Fleisch- und Nutzvieh in die eine Richtung.
Flüchtlinge in der Gegenrichtung.

Und die Wirtschaft freut sich.
In Zeiten wie diesen.

Willkommen in der Jetztzeit.

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klaxmond
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3
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Diese Doku

Schau ich mir gerade an. Ich habe Tränen in den Augen und es ist mir zum kotzen. Mensch, was tust du mit deinen tierischen Mitbewohnern? Wer kann das tun, wer schaut da zu und wer stopft sich mit diesem Leid die Taschen voll? Und wo sind unsere Vertreter in der EU?

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Jak39
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*klaxmond*

Wer schaut da zu, wer kann das tun....genau so ist es. Geld stinkt nicht.

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Jak39
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PS.

Man auch durch's Wegschauen reich werden.

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klaxmond
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Ja

Leider 😢

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minerva
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seitdem ich die Menschen kenne...

liebe ich die Tiere

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klaxmond
1
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Dokumentation "Endstation Beirut" vom Jahr 2005:

seit damals hat sich also nichts verbessert. Und das alles wird mit unseren Steuergeldern subventioniert. Schande! Und couragierte Tierärzte werden abgesägt!

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fuerTiere
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Jeder Transport bedeutet Stress für die Tiere –

oft verletzen sie sich oder sterben langsam und qualvoll auf den Transportern. Dabei spielt die Transportdauer keine entscheidende Rolle, denn auch bei kurzen Strecken sind Verletzungen und Todesfälle keine Ausnahme. Das Leiden verlängert sich aber natürlich mit der Dauer des Transportes.
Neben den teils sehr schlechten Witterungsbedingungen (Hitze, Kälte) stellen Kontrollen häufig überladene Transporter mit dehydrierten Tieren fest, oder solche mit einer zu geringen Deckenhöhe, sodass sich die Tiere den Rücken stoßen und aufscheuern. Nicht selten sind zudem eingeklemmte Körperteile sowie fehlende oder falsch angebrachte Trennwände, was zu Beinbrüchen, Quetschungen und anderen schlimmen Verletzungen bis hin zum Tod führen kann.

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brunnholzer
11
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Nicht richtig

Auf dem Foto welches Herrn Karreman mit dem Tier-LKW zeigt sind zwar keine Rinder sondern Schweine. Ich schreibe das nur zur Richtigstellung, weil absolut kein Schweinefleisch in besagten Ländern aus religiösen Gründen gegessen wird. Daher gibt es auch keinen Transport z.B. in die Türkei.

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Holdandr
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Natürlich Rinder

Wenn Sie sich die Zeit nehmen, dann werden Sie erkennen, dass es Rinder sind.
Schade, dass sie dem Beitrag und somit der Wahrheit Unwahrheit vorwerfen.

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bonobo
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...

sollten sie nochmal genauer hinschauen natürlich sind das Rinder. Tut aber nichts zur Sache...

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bonobo
0
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...

dieses Leid ist unsäglich, bitte lasst uns endlich aufwachen.

Eine Gesellschaft lässt sich daran messen wie es mit ihren schwächsten Geschöpfen umgeht!

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Katschy
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Hirnlose Sadisten scheint es überall zu geben!

Wer mit Tieren so umgeht hat jegliche Menschlichkeit verloren!
Die würden auch mit Menschen nicht besser umgehen!

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hbratschi
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es sind tiertransporte...

...innerhalb der eu schon eine riesen "sauerei", gegen die nur augenauswischende alibihandlungen gesetzt werden. aber was in anderen ländern abgeht, scheint das ganze noch zu toppen. respekt - mensch du krone der schöpfung...

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