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Im 80. Lebensjahr

Schauspieler und Filmemacher Georg Lhotsky gestorben

Der Filmschaffende, der 1944 aus der Tschechoslowakei nach Österreich fliehen musste, starb in der Nacht auf heute in Wien.

Georg Lhotsky mit Eva-Maria Stelljes
Georg Lhotsky mit Eva-Maria Stelljes © Andreas Friess
 

Georg Lhotsky, geboren am 6. Februar 1937 in Opava, der damaligen Tschechoslowakei, war Schauspieler, Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent. Wie sein Freund Hans Gigacher, Autor und Drehbuchschreiber, bestätigte, ist Lhotsky in der Nacht auf heute in Wien gestorben. "Sanft entschlafen", sagt Gigacher. "Seine Freundin hat mir gesagt, dass er stufenweise hinübergeglitten ist."

1944 musste Lhotsky aus seiner Heimat nach Österreich fliehen, wo er 1956 sein Schauspielstudium abschloss. Später arbeitete er an mehreren österreichischen und deutschen Bühnen, u.a. dem Theater in der Josefstadt und dem Deutschen Theater Berlin. Ab 1965 wechselte Lhotsky zunehmend von der Bühne zum Fernsehen, mit seinem ersten Kilofilm "Moos auf den Steinen" war er durch eine ungewöhnliche Kameraführung Wegbereiter des neuen Österreichischen Film. Dieser Film wurde wurde zu den Internationalen Filmfestspielen Berlin 1969 eingeladen und als österreichischer Beitrag für eine Nominierung als "bester fremdsprachiger Film" bei der Oscarverleihung 1979 eingesandt, aber nicht nominiert.

Als Regisseur zeichnete Georg Lhotsky in den 70er- und 80er-Jahren auch für zahlreiche "Tatort"-Folgen verantwortlich. Von 1959 bis 1974 war Lhotsky mit der Schauspielerin und langjährigen Direktorin des Wienjer Volkstheaters, Emmy Werner, verheiratet.

 

 

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