Nemo ist kein Er und keine Sie, Nemo ist einfach nur Nemo. Und die erste non-binäre Person, die den Eurovision Song Contest gewonnen hat. „Ich habe das Spiel satt, ich werde aus den Ketten ausbrechen. Ich ging durch die Hölle und zurück, um mich auf Kurs zu bringe. Ich habe den Code geknackt, whoa-oh-oh“, singt Nemo in seinem Siegertitel über die Suche nach der eigenen Identität. Entstanden letzten Frühsommer auf einem Songwriting-Camp in der Schweiz. Bis zu seinem Triumph in Malmö war Nemo Mettler, geboren 1999 in Biel (Kanton Bern) eher durch HipHop-Stücke in Mundart in seiner Heimat bekannt, er veröffentlichte Singles wie „Ke Bock“, „Du“ und „Usserirdisch“. Bei „The Code“ werden Pop, Rap und Drum ‘n‘ Bass mit opernhaften Gesanglinien verwoben – irgendwie schwebt ein Hauch von Mozarts „Zauberflöte“ darüber.
Song Contest-Sieger Nemo
Europa stimmte ins „Whoa-oh-oh“ ein
Porträt.
Der Schweizer Siegertitel „The Code“ ist das Manifest einer Selbstfindung. Nemo (24) war schon vor dem ESC in seiner Heimat ein knalliger Pop-Star.
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