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Debatte um DenkmälerWarum der öffentliche Raum die Kunst braucht

Der öffentliche Raum ist ein Ort permanenter Präsentation und Repräsentation, Kunst kann hier eine wichtige Gegenposition einnehmen.

Die über Nacht aufgestellte Bronzefigur in Bremen
Die über Nacht aufgestellte Bronzefigur in Bremen ©  imago images/Eckhard Stengel (Eckhard Stengel via www.imago-images.de)
 

Als Denkmal hat man es in diesen Tagen eher schwer, obwohl so manches innen drin ohnehin hohl ist: Während im Zuge der Proteste nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd viele Denkmäler von ihren Sockeln gestürzt wurden, hat die deutsche Stadt Bremen buchstäblich über Nacht eines dazubekommen – dabei hat sie gar keines in Auftrag gegeben. Ein anonymer Künstler hat Ende Mai eine Bronzeskulptur im öffentlichen Raum aufgestellt: Ein gebeugter Mann schiebt einen leeren Einkaufswagen. Wer den dazugehörigen Barcode scannt, erhält ein Wort: „Emptiness“, also „Leere“. Eine Botschaft zur Zeit, die in Bremen innerhalb kürzester Zeit auch bei der Stadtpolitik für Begeisterung gesorgt hat, die Skulptur darf vorerst bleiben.

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