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LinzKlangwolke heuer mit Sonnenaufgang über Nachthimmel

Die visualisierte Linzer Klangwolke thematisiert zum 40. Geburtstag am 7. September unter dem Titel "Solar" die Beziehung der Menschheit zur Sonne. Der britische Starregisseur David Pountney präsentiert in fünf Akten einen Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Himmelskörpers. Die Details der Inszenierung wurden am Dienstag in einem Mediengespräch vorgestellt.

BREGENZER FESTSPIELE 2014 - PRESSETAG: POUNTNEY
Der britische Starregisseur David Pountney verantwortet die heurige Klangwolke © APA/DIETMAR STIPLOVSEK
 

Die Aufführung, an der auch der britische Bühnen- und Kostümbildner Robert Innes Hopkins mitarbeitet, reicht von der Anbetung der Sonne durch die Menschheit in prähistorischer Zeit über den mythologischen Flug des Ikarus zur Sonne, den Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion in der kopernikanischen Zeit, und apokalyptischen Szenarien bis schlussendlich zum Hoffnung gebendem Beginn einer neuen Ära, in der die Menschheit in Harmonie mit der Sonne lebt.

Für Brucknerhaus-Intendant Dietmar Kerschbaum soll die heurige visualisierte Klangwolke neben dem optischen Erleben auch zum Nachdenken anregen. Musikalisch wird der opulenten Inszenierung Anton Bruckners 8. Sinfonie unterlegt, jedoch auch durch zeitgenössisches "Musikdesign" ergänzt.

In Szene gesetzt wird die opernhafte Handlung durch 15 Schiffe und Schlauchboote auf der Donau, ein 26 Meter hohes Jahrmarkt-Riesenrad, eine 20 Meter große "Sonne", eine Figur des Ikarus - dargestellt von einem Stuntman - mit einer Flügel-Spannweite von 13 Metern und anderes. Die Visualisierung besorgen sechs Großraumprojektoren und über 400 Scheinwerfer zu beiden Seiten der Donau und auf den Schiffen. Für die Bühnenbilder werden 15 Tonnen Metall verbaut, auf den verschiedenen Spielebenen agieren 140 Statistinnen und Statisten und schließlich symbolisieren auch 30.000 Sonnenblumen eine hoffnungsvolle solare Zukunft. Wie jede Klangwolke setzt ein großes Jubiläumsfeuerwerk den Schlusspunkt.

Die Veranstalter rechnen mit 100.000 Besuchern. Der Eintritt ist frei, ebenso auch zur anschließenden "Nachklangwolke" mit dem Sänger Cesar Sampson.

Die Linzer Klangwolke als eine der europaweit größten Open-Air-Veranstaltungen wurde erstmals 1979 veranstaltet. Zunächst durch Übertragung der Musik aus dem Großen Saal des Brucknerhauses in den Donaupark. Ab 1985 wurde die "klassische" Klangwolke mit einer visualisierten ergänzt. Während das Open-Air-Konzert seit einigen Jahren zu einem Gratis-Stehkonzert in den Saal des Brucknerhauses reduziert wurde, erlebt die Visualisierung neuer Inhalte im Freien optisch und akustisch zunehmende Opulenz. Die heurige Klangwolke ist auch der Auftakt für das Internationale Brucknerfest Linz, das mit einem Festakt am folgenden Tag im Brucknerhaus eröffnet wird.

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