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Kunstwerk provoziertGestickt: Feministische Parole verhüllt Innsbrucker Dom

"Solange Gott einen Bart hat, bin ich Feminist": Dieser Spruch ziert den Innsbrucker Dom bis September. Es handelt sich dabei um eine künstlerische Intervention von Katharina Cibulka.

56 Quadratmeter groß, mit Kabelbindern auf Tüll geschickt - diese Botschaft ist in Innsbruck zu lesen. © APA/ZEITUNGSFOTO.AT/DANIEL LIEBL
 

Seit Freitagvormittag ziert eine politische Botschaft das Gerüst des Innsbrucker Doms, der derzeit saniert wird. Die 56 Quadratmeter große, mit Kabelbindern auf Tüll gestickte Aufschrift "Solange Gott einen Bart hat, bin ich Feminist" stammt von der Innsbrucker Künstlerin Katharina Cibulka, die ihre Kunstaktion "Solange" auch bereits an der Akademie der bildenden Künste Wien sichtbar gemacht hat.

Cibulka weist mit XXL-Sprüchen an Baugerüsten auf feministische Themen hin, berichteten die Tiroler Tageszeitung (Samstagausgabe) und der "Spiegel Online". Die 91 Zentimeter hohen Buchstaben sind nicht zufällig im Kreuzstichmuster gewählt. "Mit Stickrahmen und Kreuzmuster wurden Frauen jahrhundertelang beschäftigt und zu Haus gehalten, statt ihnen Zugang zu Männerdomänen zu gewähren", sagte Cibulka.

Den Spruch der künstlerischen Intervention am Dom zu St. Jakob wählte die Künstlerin gemeinsam mit dem Tiroler Bischof Hermann Glettler und dem Generalvikar des Doms, Florian Huber, aus. Sie entschieden sich für einen Text, der in viele Richtungen interpretierbar ist. So liege darin sowohl die Verjüngung der Kirche, die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie die Ablehnung des männlichen Machtmonopols. Huber habe darum gebeten, "Feminist" für den Text zu wählen, damit klar würde, dass er persönlich dahinterstehe, hieß es auf "Spiegel Online".

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hermannsteinacher
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Bravo Eure Exzellenz Hermann

Glettler! Bravo Domherr Florian!

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