"Wo Hans Sigl drauf steht, ist Erfolg drin“, zeigt sich ORF-Unterhaltungschef Alexander Hofer über seinen Coup erfreut, dass er den „Bergdoktor“ als Showmoderator gewinnen konnte. Und mit ihm auch zwei zusätzliche Sender, die neben ORF 2 und MDR das Musikspektakel live vom Wörthersee übertragen: den SWR und den NDR. Ziel ist es, ab 2023 die gesamte ARD ins Boot zu holen. Wir sprachen mit Alfons Haiders Nachfolger vor dessen TV-Premiere.

Haben Sie sich privat einige „Starnächte“ bisher angeschaut?
HANS SIGL: Ja natürlich, ich habe über all die Jahre immer wieder einmal reingeschaut. Auch bevor Barbara Schöneberger an Bord war. Ich schaue grundsätzlich viel und gerne fern und bin an Unterhaltungsshows sehr interessiert. Das gehört aber auch zur professionellen Hausaufgabe dazu.

Wer in den 1990er-Jahren viel Theater gespielt hat und seit Ende der 1990er-Jahre unermüdlich dreht, kennt Lampenfieber wohl kaum mehr. Kommt angesichts einer völlig neuen Aufgabe aber dennoch eine Art Nervosität zurück? Auch wenn Sie schon einmal Gastmoderator im ZDF-Fernsehgarten waren?
Nervosität ist es nicht, es ist eher eine freudige Aufregung und ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit, das bei einer Live-Sendung im Fokus liegt. Es geht dann in direkter Absprache mit der Regie – und ist einfach ein anderer Event als eine Aufzeichnung. Das wird die Herausforderung sein, und da freue ich mich einfach drauf.

Sie kennen Barbara Schöneberger aus einigen Shows. Besteht womöglich die Angst, neben ihr überhaupt zu Wort zu kommen?
Barbara Schöneberger ist eine der besten Moderatorinnen, die wir im Land haben, und es ist eine große Freude und Ehre, mit ihr zusammen eine Live-Show zu gestalten.

Die „Starnächte„ bieten vor allem Pop und Schlager. Welche Musik hören Sie privat?
Ich höre fast alles. Am liebsten Klassik, Funk, Swing, Jazz. Weniger die Charts oder Schlager.


Mit „Flucht durchs Höllental„ und „Der Feind meines Feindes„ hatten Sie zuletzt auch im Action-Thriller-Genre Erfolg. Wird es einen dritten Teil geben?
Nein, es wird keinen dritten Teil geben, da die Geschichte von Klaus Burg und seiner Tochter in dem Flugzeug, in dem sie sitzen, auserzählt ist. Das war ein schöner Zweiteiler, auf den ich gerne zurückblicke, nun freue ich mich auf andere, neue Aufgaben.

Wie lange wollen Sie als „Bergdoktor“ noch ordinieren? Ist es eine Herzensrolle bis zur Pension?
Zum einen gehen Schauspieler nicht in Pension, weil je älter man wird, desto interessanter werden auch die Rollen. Zum anderen drehen wir im Moment Staffel 16, und Staffel 17 ist schon unterschrieben. Insofern werden wir schauen, wie lange wir die Geschichte von und um Martin Gruber noch erzählen.
„Starnacht am Wörthersee“ mit Chris Steger, Paul Young, Nik P., Francine Jordi, Stefanie Werger, David Garrett u. v. m. am 16. Juli um 20.15 Uhr in ORF 2, live aus der Klagenfurter Ostbucht (ausverkauft). Für die Generalprobe am 15. Juli (ebenfalls 20.15 Uhr) gibt es noch Karten: oeticket.com und an der Abendkasse.