NachrufOrgelmeister Hans Haselböck ist gegangen

Der Wiener Organist Hans Haselböck, eine Ausnahmeerscheinung als Kirchenmusiker, ist im Alter von 93 Jahren verstorben.

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Hans Haselböck (1928-2021) © Gery Wolf
 

Er war eine österreichische Instanz in der Musikwelt, einer der bedeutendsten Kirchenmusiker des Landes: Hans Haselböck. Nun ist er im Alter von 93 Jahren gestorben. Dies bestätigte sein Sohn, der Organist, Komponist und Dirigent Martin Haselböck (66). Sein jüngerer Sohn Lukas (49) ist ebenfalls Komponist, Musikwissenschaftler und Sänger.

1928 in Niederösterreich geboren, studierte Hans Haselböck an der Musikhochschule Wien Kirchenmusik und an der Universität Wien Altphilologie und Germanistik, dort wurde er 1953 promoviert. Drei Mal gewann er den internationalen Orgelwettbewerb in Haarlem. Der Musiker, der auch Chor- und Orgelmusik komponierte, war von 1963 bis 1987 Leiter der Abteilung Kirchenmusik und wurde 1972 zum Professor für Orgel und Improvisation berufen. 1985 bis 1990 war er Stellvertreter des Rektors. Von 1949 an war er mehr als 65 Jahre lang Organist der Wiener Dominikanerkirche und war europaweit als Orgelsolist erfolgreich.

Weiters beschäftigt sich Hans Haselböck theoretisch mit Orgelbau und Spieltechnik. Daneben war Haselböck, der immer wieder Gestalter eigene Sendereihen für Rundfunk und Fernsehen gestaltete, auch als Autor von musikalischen Fach- und Sachbüchern hervorgetreten.

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