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Graz-Premiere„Opernkarussell“ kommt gut in Fahrt

Così non fan tutte: Nein, so machen’s nicht alle. Das „Opernkarussell“ zieht munter durch die Lande.

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Wolfgang Atzenhofer und Barbara Pöltl touren mit ihrem „Opernkarussell“ © KK
 

Es ist ganz einfach“, resümiert Sopranistin Barbara Pöltl, „jemand aus dem Publikum dreht am ‚Opernkarussell‘, das ist eine Art musikalisches Glücksrad, eine von den 19 Nummern erscheint und erklingt dann live“.

Begeistert äußert sich die Ideenspenderin aus Hartberg, die als Opern- und Operettensoubrette auf beachtliches Repertoire verweisen kann, vom bisherigen Erfolg dieser musikalischen Novität, die bekannte und weniger bekannte Opernarien und -szenen „überall hin bis vor die Haustür bringt.“

Um das so Erdachte in die Praxis zu transponieren, dazu braucht es allerdings viel Know-how. Pöltls Partner, Regisseur Wolfgang Atzenhofer, hatte vorab auszutüfteln, welcher Querschnitt an Stücken zu erstellen sei, die in fünf Sprachen gesungen werden, Russisch und Tschechisch inbegriffen. Von Mozarts „Papageno - Papagena“ über Bizets „Habanera“ aus „Carmen“ bis zu Dvořáks „Lied an den Mond“ aus „Rusalka“ reicht die 13-teilige Revue.

Die dem Orchester abgeluchsten Begleitfunktionen sind dem vielseitigen Akkordeonisten Tobias Kochseder anvertraut. Eigenhändig besorgte der 22-jährige Schüler von Georg Schulz (klassisch) und Christian Bakanic (Jazz und Pop) alle Transkriptionen. Das qualifizierte Gesangsquartett besteht neben Pöltl aus der Mezzosopranistin Verena Gunz, dem Tenor Clemens Kerschbaumer und dem Bass Andreas Jankowitsch. Und die Dramaturgie beherrscht der flexible Atzenhofer, der seit 1998 in seiner Heimatstadt die Murauer Operettenfestspiele leitet, in allen Facetten: „Doch es funktioniert halt nur mit und vor Publikum.“

Die Absicht, mit dem „Karussell“ durch die Lande zu ziehen, wurde zunächst coronabedingt vereitelt. Aber am 19. Mai, dem ersten offenen Tag nach dem Stillstand, konnte in der Stadtwerkehalle von Hartberg Einstand gefeiert werden. Voll des Lobes ist Atzenhofer über die als „Città Slow“ zertifizierte oststeirische Bezirkshauptstadt: „Sogar Landesrat Hans Seitinger hat bei uns gedreht. Und ohne tatkräftige Hilfe von Bürgermeister Marcus Martschitsch hätten wir gar keine geeignete Bühne zum Proben gehabt.“

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