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CD-TippsMagie und Melancholie von Frauenstimmen

Das Reich der Klassik- Sängerinnen ist weit, breit und bunt. Um die Throne von Königinnen wie Cecilia Bartoli versammelt sich immer wieder auch junger Nachwuchs von hohem Stand.

Die römische Mezzosopranistin Cecilia Bartoli (54) präsentiert Perlen des Barockgesangs © imago/Belga
 

Wer Cecilia Bartoli schon jemals live gehört hat, der weiß danach: Man hat nicht bloß einem Konzert beigewohnt, sondern einem Naturereignis. Beim letzten Interview nach ihrem Auftritt in Neapel konnte ich gar nicht anders als zu sagen, dass es dort gestern zwei Vulkane gab: il Vesuvio und la Bartoli.

„Die“ war ja bei Sängerinnen schon immer so etwas wie der ultimative Adelstitel: Also konnte die Bartoli ihr jüngstes Album von ihrem Label getrost „Queen of Baroque“ taufen lassen, auch wenn es sich hierbei neben zwei Weltersteinspielungen zweier Arien von Agostino Steffani und Leonardo Vinci „nur“ um Best-of-Aufnahmen handelt.

Aus ihrer Schatzkammer holt die Königin jedenfalls mit exquisiten Begleitern wie Il Giardino Armonico schimmernde Perlen von Porpora, Scarlatti, Vivaldi, Pergolesi und schon gar von Georg Friedrich Händel. Bei ihren Pfingstfestspielen in Salzburg präsentiert die Intendantin ja heuer dessen von Robert Carsen in Szene gesetztes Oratorium „Il trionfo del Tempo e del Disinganno“ von 1707. So Gott und Corona wollen.
Cecilia Bartoli. Queen of Baroque. Decca.
ceciliabartoli.com

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