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Kritik Salzburger OsterfestspieleGlühwürmchenträume statt "Meistersinger"-Probleme

20 Minuten Jubel setzen das Ausrufezeichen hinter einen fast sechsstündigen Abend: Christan Thielemann zeigte bei "Die Meistersinger von Nürnberg", dass er als Wagner-Dirigent Ausnahmerang hat. Weil Regisseur Jens-Daniel Herzog das umstrittene Stück entkrampft und vorwiegend grandios gesungen wird, gelingt eine festspielwürdige Produktion.

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Von Meistern bedrängt: Klaus Florian Vogt als Stolzing © Monika Rittershaus/Osterfestspiele Salzburg
 

Christian Thielemann und Richard Wagner bleiben ein Traumpaar der Opernwelt. Der deutsche Dirigent und der deutscheste aller Komponisten bescheren den Osterfestspielen eine Sternstunde, die einen möglichen Rückzug Thielemanns aus Salzburg noch absurder erscheinen lassen. Mit der Staatskapelle Dresden und Chören aus Dresden und Salzburg trifft Thielemann den komödiantischen Konversationston der „Meistersinger von Nürnberg“, ohne die Musik klanglich auszudünnen. Mit federnder Eloquenz und breit zelebrierter Lyrik leuchtet er die Musik bis in ihre Verästelungen aus, verzichtet auf orchestrale Muskelspiele und setzt auf ein transparentes Klangbild, welches das „Gewirk an Feinheiten“ (wie es Thielemann nennt) grandios zur Geltung bringt.

Kommentare (1)

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Lodengrün
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Knabenstimme

vollkommen richtig und nicht auszuhalten. Was gab es da für herrliche Stimmen die da Stolzing sangen. Männlich, schön, klar und kräftig. Bei Wolfgang Wagner hätte es ihn am grünen Hügel nie gegeben. Katharina hat eben einen eigenartigen Geschmack. Alte Mitarbeiter bezeichnen ihn daher im Haus den klassischen Hansi Hinterseer.

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