styriarte-Konzertkritik 21Der Tanz des Wassers

Der Concentus Musicus unter Stefan Gottfried begeisterte in der List-Halle mit „Wassermusik“.

Cembalist und Ensembleleiter Stefan Gottfried © styriarte
 

Wasser und Tanz vereinten sich schon immer in einer bildhaften Symbiose. Diese nutzte der Concentus Musicus Wien unter Stefan Gottfried in seinem Programm „Wassermusik“. Natürlich durften da Georg Friedrich Händels titelgebende Suiten in F und G nicht fehlen. Darin betörten die expressiven Oboensoli (Hans Peter Westermann, Annette Spehr) und die effektvollen, markanten Hornpassagen (Hector McDonald, Konstantinos Siskos). Auch Robert Wolf an der Flöte setzte in der Suite in G ein besonderes Glanzlicht.

Zu Georg Philipp Telemanns „Hamburger Ebb' und Fluth“ hatte Thomas Höft einen amüsanten, illustrierenden Text verfasst, den Schauspieler Michael Dangl gekonnt zwischen den musikalischen Charakterstücken vortrug. An den Blockflöten beeindruckten hier Rahel Stoellger und Lydia Graber, am Fagott Alberto Grazzi. Telemanns „La Bourse“ („Die Börse“) interpretierte Josef Beheimb im Programmheft (anhand der Stücktitel „Krieg und Frieden“, „Die besiegten Sieger“ etc.) politisch, Höft - mit Bezug auf die Mississippi-Aktien-Affäre John Laws - wirtschaftlich. Am schönsten war aber doch die musikalische Interpretation: kontrastreich, farbig und nuanciert.

Hörfunk: 4. August, 19.30 Uhr, Ö 1

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