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Gesellschaftsdrama"Die Liebhaberin": Befreiende Nacktheit

Mit seinem zweiten Spielfilm gewann Lukas Valenta Rinner im März den Spielfilmpreis der Diagonale. Erzählt wird die Selbstbefreiung einer braven Hausangestellten - im Nudistencamp.

Iride Mockert in "Die Liebhaberin" © KK
 

Belén (Iride Mockert) bezieht als neues Hausmädchen in einer gut bewachten Begütertensiedlung am Rande von Buenos Aires eine Abstellkammer, führt devot alle Arbeiten aus, die ihr aufgetragen werden, leistet widerspruchslos der schlaflosen Hausherrin Gesellschaft, wenn die sie spätnachts aus dem Bett holt.

Als Belén aber entdeckt, dass direkt neben der Siedlung eine fröhliche Nudistenkolonie existiert, schließt sie sich zögernd den Nackten an – bis zum Showdown mit den reichen Nachbarn.

Der österreichische, in Argentinien lebende Regisseur Lukas Valenta Rinner hat mit diesem lakonischen Film den Spielfilmpreis der Diagonale gewonnen. Hintersinnig erzählt die surreale Tragikomödie von kapitalistischen Arbeitsverhältnissen und den Grenzen gelebter Utopie.

 

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