Filmkritik"Nichts zu verschenken": Dany Boon als notorischer Geizkragen

Ab heute im Kino: Publikumsliebling Dany Boon kann die Komödie nicht retten. "Nichts zu verschenken" fehlt es an Witz.

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In Frankreich ist der Schauspieler und Regisseur Dany Boon, Sohn eines nordafrikanischen Einwanderers, eine ganz große Nummer im Filmgeschehen. Bei „Willkommen bei den Sch'tis“, mit mehr als 20 Millionen Zuschauern der erfolgreichste Streifen der französischen Kinogeschichte, wirkte er in dreifacher Funktion mit: als Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller.

In seinem neuesten Streifen fungiert er nur als Darsteller, Regie führt Thrillerspezialist Fred Cavayé. Boon spielt einen Geiger, der offenbar in seinen Genen einen schweren Defekt eingeschrieben hat. Er ist unfassbar geizig, ein soziales Ekel.

Als im Orchester eine neue Cellistin (Laurence Arné) ihren Dienst antritt, weiß er nicht, wie er die Schmetterlinge im Bauch mit seiner „Geiz ist geil“-Mentalität in Einklang bringen soll. Schließlich steht noch der Weltuntergang vor der Tür, als plötzlich Laura (Noémie Schmidt) auftaucht, die von sich behauptet, seine Tochter zu sein. Die Drehbuchwendungen überlebt die Komödie trotz Boon nicht.

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