Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Michael Kreihsl im InterviewDie Kunst, aneinander vorbeizureden

Aktuell ist sein neuer Film "Risiken und Nebenwirkungen" im Kino zu sehen. Regisseur Michael Kreihsl im Interview zu Figuren im Theater und dem Beginn des Menschelns.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
"Der Trick war, es komödiantisch zu lösen", sagt Michael Kreihsl © Stefan Haring
 

Nach „Die Wunderübung“ ist „Risiken und Nebenwirkungen“ der zweite Theaterstoff, den Sie verfilmt haben. Welche Inszenierung davon hat Sie denn begeistert?
MICHAEL KREIHSL: Ich hatte das Stück davor noch nicht im Theater gesehen. Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger hat es mir zu lesen gegeben. Die existenzielle Grundfrage, ob man seine Niere für die Partnerin spenden würde, fand ich sofort super: Das ist ein allumfassendes Thema und wenn man aus dem Stück oder dem Kino geht, würde man sich fragen, wie es bei mir und in meinem Leben wäre. Der Trick war, es komödiantisch zu lösen und in einer fast Billy Wilder’schen Art gegenzubürsten. Man könnte schnell einen harten Ibsen-Stoff daraus machen. Komödien sind immer heikel, aber das Theater legt hier einen Grundstein, auf dem ich aufgebaut habe. Man gibt den Figuren eine Vergangenheit oder einen Nebensatz, das dann sehr bezeichnend für Beziehungen wird. Ich habe zwei Personen dazuerfunden und den handelnden Menschen etwas mehr Raum gegeben.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!
Kommentieren