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Alita & Co.Filmstarts: Cyborgs und Sweethearts dominieren die Kinowoche

Christoph Waltz im Actionspektakel "Alita: Battle Angels", Karoline Herfurth in der überdrehte Komödie "Sweethearts" und "Under the Silver Lake" als schräger Trip durch LA.

Alita, Heldin im Film "Alita: Battle Angel"
Alita, Heldin im Film "Alita: Battle Angel" © Centfox
 

ALITA: BATTLE ANGEL
Regie: Robert Rodriguez
Mit: Rosa Salazar, Christoph Waltz, Jennifer Connelly, Mahershala Ali, Ed Skrein
www.alitabattleangel-derfilm.de

Zwei Jahrzehnte hat "Avatar"-Regisseur James Cameron den Manga-Stoff für "Alita: Battle Angel" verwahrt. Doch zu viele andere Projekte hinderten ihn daran, sein Drehbuch um das Cyborg-Mädchen mit den großen Augen und der Kraft einer Killermaschine selbst umzusetzen. Nun hat Robert Rodriguez ("Sin City 2", "From Dusk Till Dawn") die Comic-Vorlage zu einem 3D-Film gemacht. Hinter der künstlichen Stirn von Alita (Rosa Salazar) steckt ein menschliches Gehirn. Alles andere, was Dr. Dyson Ido (Christoph Waltz) darum zusammenbaut, ist pure Kraft und Energie. Ihre Vergangenheit als Kampfroboter ist Alita zunächst verborgen. Doch im täglichen Einsatz für Gerechtigkeit und gegen brutale Machthaber findet sie zu ihren Ursprüngen zurück. Ihre Gegenspieler setzen rasch alle Hebel und Cyborgs in Bewegung, um Alita mit aller Gewalt zu stoppen.

HAPPY DEATHDAY 2U
Regie: Christopher Landon
Mit: Jessica Rothe, Israel Broussard, Phi Vu, Suraj Sharma, Sarah Yarkin, Ruby Modine
www.happydeathday.at

Bald zwei Kinojahre ist es her, dass die junge Studentin Tree auf großer Leinwand ein und denselben Tag immer wieder und wieder durchleben musste. Dass der Tag zudem auch noch immer wieder mit ihrem Tod endete, herbeigeführt durch einen unheimlichen maskierten Mann, hat die Sache noch zusätzlich verschlimmert. Derart viele Horrorfans wollten diese Geschichte miterleben, dass der Film weltweit deutlich mehr als 100 Millionen US-Dollar einspielte. Und das bei einem geschätzten Budget von nur rund 5 Millionen Dollar. Nun geht Trees Leidensgeschichte in eine zweite Runde. Wieder sieht sich die arme Studentin in einer Zeitschleife gefangen - mit einem, allerdings nicht ganz irrelevanten Unterschied: Der Mann mit dem kugelrunden Babymaskengesicht hat es diesmal nicht nur auf Tree, sondern auch auf all die Menschen um sie herum abgesehen. 



CLUB DER ROTEN BÄNDER - WIE ALLES BEGANN
Regie: Felix Binder
Mit: Tim Oliver Schultz, Damian Hardung, Luise Befort, Ivo Kortlang, Timur Bartels, Jürgen Vogel
www.constantinfilm.at/kino/club-der-roten-baender-wie-alles-begann.h tml

Wenige Wochen bevor Leo, Jonas, Emma, Alex, Hugo und Toni zum "Club der roten Bänder" werden und Seite an Seite ihren Krankenhausalltag bestreiten, durchleben sie unabhängig voneinander schwere Schicksalsschläge. Allen voran Leo und dessen Familie: Nach einer Krebsdiagnose muss ihm nicht nur das Bein amputiert werden, auch seine Mutter stirbt an den Folgen eines wiederkehrenden Tumors. Derweil bekommt die essgestörte Emma Probleme mit der Polizei. Jonas' Bruder wiederum hört selbst dann nicht auf, ihn zu schikanieren, als dieser mit einer schlimmen Krankheitsdiagnose konfrontiert wird. Alex leidet unter dem Weggang seiner Mutter. Der autistische Toni versucht verzweifelt, Freunde zu finden und Hugo liegt nach einem Unfall im Koma.

AILOS REISE 
Regie: Guillaume Maidatchevsky
https://www.ailo-derfilm.de

"In Lappland erzählt man den Kindern, dass ein neugeborenes Rentier um zu überleben, fünf Minuten Zeit hat, um sich auf die Beine zu stellen, und fünf Minuten, um zu lernen wie man rennt und schwimmt": Der Film von Regisseur Guillaume Maidatchevsky erzählt die Geschichte eines Rentiers namens Ailo. Ailo muss sich nach seiner Geburt in der unwirtlichen und zugleich wunderschönen Natur Lapplands behaupten, wenn auch flankiert vom Rest seiner Herde. Im Dokumentarfilm zu sehen sind Nordlichter und Schneemassen, Polarfüchse und Lemminge, Adler und Wölfe, Eichhörnchen und Hermeline und viele andere Naturbewohner mehr. Ein ganzes Jahr lang begleitete die französisch-finnische Koproduktion Ailo.

SWEETHEARTS
Regie: Karoline Herfurth
Mit: Karoline Herfurth, Hannah Herzsprung, Frederick Lau, Anneke Kim Sarnau, Ronald Zehrfeld
www.sweethearts-film.de

Vergangenes Jahr war Karoline Herfurth noch "Die kleine Hexe", nun kehrt sie in ihrem eigenen Film auf die Leinwand zurück. In ihrer zweiten Regiearbeit "Sweethearts" spielt sie die überdrehte Franny, die zufällig der Diamantenräuberin Mel in die Quere kommt und von dieser als Geisel genommen wird. Keine gute Wahl. Denn Franny hat eine Panik-Attacke nach der anderen, hyperventiliert, schreit und redet in einem fort. Hannah Herzsprung als Mel ist ziemlich genervt, doch einfach freilassen will sie die Frau dann doch nicht. Zu allem Überfluss kommt noch eine zweite Geisel hinzu - es ist der Polizist Harry, gespielt von Frederick Lau, der Franny eigentlich befreien wollte. In weiteren Rollen spielen Anneke Kim Sarnau als knallharte Polizistin und Ronald Zehrfeld als lokaler Unterweltboss Frank Gatsky, der Mel und ihrer hochkarätigen Beute auf den Fersen ist.

UNDER THE SILVER LAKE
Regie: David Robert Mitchell
Mit: Andrew Garfield, Riley Keough, Topher Grace, Callie Hernandez, Don McManus, Jeremy Bobb
www.filmladen.at/film/under-the-silver-lake

2014 legte David Robert Mitchell mit "It Follows" einen ebenso kleinen wie grandiosen Horrorfilm vor. Mit seinem neuen Werk "Under The Silver Lake" ist dem 44-jährigen Regisseur ein humorvoller Drogentrip durch die Filmgeschichte gelungen, ein hypertropher Neo-Noir auf Dope und mit einigen Schwächen. Darin kommt der stets zugedröhnte Sam einer Verschwörung auf die Spuren, die nicht nur verschwindende Milliardäre und einen geheimnisvollen Hundemörder umfasst. In einer surrealen, absurden Odyssee durch Los Angeles geht er den Indizien nach.

DIE BURG
Regie: Hans A. Guttner
www.burg-film.com

Ein Theater funktioniert im möglichst reibungslosen Zusammenspiel unterschiedlichster Abteilungen wie ein Betrieb, ein großes Theater wie ein Großbetrieb. Wem das nicht klar ist, der wird in Hans Andreas Guttners Dokumentarfilm "Die Burg" Überraschendes entdecken. Andere bekommen Einblicke in einen Alltag, der keineswegs immer vom Duft der großen, weiten Bühnenwelt erfüllt ist.

YULI
Regie: Iciar Bollain
Mit: Carlos Acosta, Santiago Alfonso, Edilson Manuel Olvera, Kevyin Martinez, Laura de la Uz
http://yuli-der-film.de

Der kleine Carlos ist ein Freigeist, der sich auf den Straßen Havannas durchs Leben schlägt. Als sein Vater das tänzerische Talent des kleinen Buben, den er nach dem Sohn eines afrikanischen Kriegsgottes nur Yuli nennt, entdeckt, ändert sich alles für ihn: An der staatlichen Ballettschule muss er eine Ausbildung machen, auch wenn sich der Bursch nicht gerade darum reißt. Dennoch wird aus ihm einer der besten Tänzer seiner Generation. Erfolgreich, aber von seiner Heimat entfremdet, kehrt er während einer Verletzungspause nach Kuba zurück. "Yuli" erzählt von Selbstbestimmung und Karriere, von Heimat und Identität.

MABACHER - #UNGEBROCHEN
Regie: Stefan Wolner
http://mabacherfilm.com

Knochen aus Glas, aber ein robustes Gemüt: Martin Habacher, Youtuber und Influencer, Rollstuhlfahrer, Social Media-Berater, Inklusions-Aktivist, zur Welt gekommen mit Glasknochenkrankheit und auch nach zahllosen Knochenbrüchen "#ungebrochen". So lautet auch der Untertitel von "Mabacher", einer Doku-Hommage an den zerbrechlichen Unzerbrechlichen, die nur wenige Wochen nach seinem überraschenden Tod in die Kinos kommt. Der Film, mit dem Österreichischen Dokumentarfilmpreis 2018 ausgezeichnet , kann auf inspirative Floskeln genauso verzichten wie auf falsches Bildpathos. Martin Habacher und ihm Nahestehende sprechen - auch - über das Schwere, sparen Fragen von Sexualität, Tod, von Überforderung der Eltern, von unerfüllbaren Wünschen und peniblen Vorbereitungen der eigenen Beerdigung nicht aus.

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