Als Regisseur von Hits wie "Der weiße Hai", "E. T." oder "Jurassic Park" brachte Steven Spielberg Milliarden in die Kinokassen. Doch erst mit seinem Holocaust-Drama "Schindlers Liste" wurde er als Filmemacher wirklich ernst genommen. Er war 46 Jahre alt, als er vor gut 25 Jahren sein bis dahin persönlichstes Werk in die Kinos brachte und Millionen Menschen in aller Welt rührte und aufwühlte.

Sein Film über den deutschen Industriellen Oskar Schindler, der während des Zweiten Weltkriegs in seiner Krakauer Fabrik über 1.100 jüdische Arbeiter vor dem Holocaust rettete, feierte am 30. November 1993 in Washington Premiere, der heimische Kinostart folgte am 4. März 1994. Nun kommt das Drama am Sonntag (27. Jänner), dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, technisch überarbeitet wieder in die österreichischen Kinos.

Nachhall bis heute

Der dreieinhalb Stunden lange Schwarz-Weiß-Film, mit Liam Neeson in der Hauptrolle, wurde mit sieben Oscars ausgezeichnet. Bei der Preisgala im März 1994 wurde Spielberg zum besten Regisseur gekürt und holte als Produzent auch den Oscar für den besten Film.

"Die wahren Geschichten über das Ausmaß und die Tragödie des Holocaust dürfen nie vergessen werden, und die Lehren des Films über die entscheidende Bedeutung der Bekämpfung des Hasses hallen auch heute noch nach", sagte Spielberg in einer Mitteilung.

Noch im Jahr seines Oscar-Triumphs hatte Spielberg die Shoah Foundation gegründet, mit dem Ziel, die Judenvernichtung durch das Nazi-Regime mit Zeitzeugen-Interviews zu dokumentieren. Die Stiftung hat mehr als 50.000 Betroffene zu Wort kommen lassen, die Videoaufnahmen wurden digitalisiert und katalogisiert. Das riesige Archiv wird weltweit von Schulen und anderen Einrichtungen genutzt.