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Album-PräsentationDie Wiegenlieder des Klaus Karlbauer

Was der Komponist und Musiker Klaus Karlbauer seinen Instrumenten entlockt, ist immer wieder überraschend. Seine Platte „Wiegenlied für den Nachtmahr“ ist aber ein kleines Meisterwerk.

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Düster und experimentell: der Villacher Multi-Instrumentalist Klaus Karlbauer © KK
 

Es ist ein sehr eigenwilliges musikalisches Projekt, das der Villacher Multi-Instrumentalist und Komponist Klaus Karlbauer da auf seine jüngste Schallplatte mit dem Titel „Wiegenlied für den Nachtmahr“ gepresst hat. Einmal mehr beweist er hier mit zehn Kompositionen musikalischen Eigensinn und sorgt für intensive und außergewöhnliche Hörerlebnisse. Und das mit einer instrumentalen Besetzung, wie man sie wohl auch nicht alle Tage geboten bekommt. Wie schon der Titel des Albums erahnen lässt, führt die Hör-Reise eher in ein düsteres, dunkles und vielleicht mitunter fast beklemmendes klangliches Experimentierfeld. Was umso spannender ist. Hat man doch den Eindruck, dass die Freude am Experimentieren und der Mut am Erzeugen von Klängen und Tönen abseits des Gewohnten etwas verloren gegangen ist. Aber Karlbauer muss sich auch gar nicht verbiegen. Denn für das Album hat er nicht nur alle Nummern selbst komponiert und sie in seinem eigenen Wiener Studio (Karlbauer Records) produziert, er hat auch alle Instrumente selbst eingespielt. Womit wir schon beim nächsten Punkt sind, der das Album so spannend macht. Karlbauer vermixt Elektro-Zither, Bass-Klarinette, Bassgitarre und Elektronik zu schwermütigen, hämmernden, krachigen und dann wieder äußerst melodiösen Klangteppichen und entführt den Hörer damit in eine dichte und eindringliche Atmosphäre, fast möchte man sagen, in eine klangliche Parallelwelt, die wohl bei jedem eigene Bilder und Assoziationen zum Leben erwecken.

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