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Kunst im Dom 2021Buntes Spiel mit Licht und Unschärfe

Das Künstlerduo Hanakam & Schuller lenkt im Klagenfurter Dom den Blick auf die verschwommenen Bereiche der menschlichen Existenz.

Blick in den von Hanakam & Schuller theaterhaft inszenierten Altarraum des Klagenfurter Doms © Markus Traussnig
 

Dass sie keine Scheu davor haben, ehrwürdigen Kirchenräumen ihren Stempel aufzudrücken, haben Markus Hanakam und Roswitha Schuller bereits vor einigen Jahren in der Burgkapelle des Museums Moderner Kunst bewiesen. War es dort eine Art Luxusdrogerie, mit der sie auf Fromillers Fresken künstlerisch reagierten, so gestalteten sie ihre Intervention im Klagenfurter Dom um einige Nummern größer und mit elementaren Ausdrucksmitteln – vornehmlich mit Licht und Farbe.
Im Rahmen der Reihe „Kunst im Dom“, mit welcher Dompfarrer Peter Allmaier während der Fastenzeit „vertraute Sehgewohnheiten durchbrechen“ möchte, hat das deutsch-kärntnerische Künstlerpaar bunte Bildtafeln ins Presbyterium gehängt und eine Art Bühnenbild im theaterhaft-barocken Sakralraum geschaffen. Die poppigen und in der Tradition der Op-Art stehenden Gebilde reflektieren dabei ein optisches Phänomen, das Fotografen als „Bokeh-Effekt“ kennen. Im Japanischen bedeutet „Bokeh“ so viel wie Dunst und steht in der Fotografie für ineinander verschwimmende Lichtkreise, wie sie im Unschärfebereich von Linsen entstehen.

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