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Künstlerhaus KlagenfurtSchaulauf zu den letzten Dingen

"Ethnologica Carinthiae": Der Kunstverein lockt mit Alltäglichem nach dem Lockdown.

Zeichnerische Überreste einer ausgiebigen Feier von Dietmar Franz © Hirtenfelder
 

Ausstellungen mit Alltagsobjekten sind derzeit groß in Mode. So zeigte man zuletzt im Wiener Künstlerhaus „Waste Art“, also kreativ recycelten Müll. Und im Klagenfurter Pendant wurde erst im vergangenen Herbst der „Genealogie der Dinge“ gehuldigt. Auch in der aktuellen Schau des Künstlerhauses trifft man auf zahlreiche Artefakte unserer Wegwerfkultur – auf Plastiksäcke, Tonscherben, leere Flaschen, Werbetafeln oder Schwimmutensilien. Sie sind Teil eines assoziativen Schaulaufens unter dem Titel „Ethnologica Carinthiae“, für das Kurator Markus Waitschacher 15 Mitglieder des Kunstvereins gewinnen konnte. In ihren Arbeiten spiegelt sich zumeist ein schräger Blick auf die Wirklichkeit – und auf die allerletzten Dinge. Ganz besonders bei Melitta Moschik, in deren glänzenden Urnen sich das Antlitz des Betrachters spiegelt oder bei Cornelius Kolig, der die Totenmaske seines Großvaters Anton in eine Kuchenbackform umfunktionierte – für süße Marmorkuchen statt marmorner Ewigkeit.

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