Wie geht es Ihnen als Schriftsteller in Zeiten wie diesen?
GÜNTER SCHMIDAUER: Es geht mir gut, weil ich keinen Zwang empfinde, mich nach außen zu bewegen. Sondern ich bewege mich dorthin, wo ich immer schon hin wollte, zu mir selbst. Aus der Lust an der Versenkung und der Entschleunigung ist auch meine Befassung mit Dingen entstanden, die nicht mit dem Verstand erfassbar sind. Es ist da etwas hochgespült worden, von dem ich nicht weiß, ob es Geschenk oder Fluch ist.