NachtkritikElektra als Schmerzensfrau

Zur Eröffnung der wohl außergewöhnlichsten Salzburger Festspiele wurde die "Elektra" von Richard Strauss mit der beeindruckenden Aušrinė Stundytė in der Hauptrolle heftig umjubelt. Krzysztof Warlikowski lieferte eine Familienaufstellung im Hause Agamemnon, Franz Welser-Möst balancierte das Strauss'sche Klanggetürm fein aus.

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Aušrinė Stundytė (Elektra) und Tanja Ariane Baumgartner (Klytämnestra) © APA/GINDL
 

Kein obligater Orchesteraufschrei. Erst fast Dunkelheit. Dann Zykadensymphonie aus Lautsprechern. Dann der Auftritt von Klytämnestra, die in einem gesprochenen Prolog den Mord an Agamemnon röchelnd ins Mikrophon gesteht: „Als Leichnam dieser Hand erlegen…“

Kommentare (1)
Lodengrün
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Sehr schön rezensiert,

danke, wo aber beim Chor die Herausforderung liegen kann erschließt sich mir nicht. Die paar Orest Rufe muss man nicht „schmeißen“.