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Wettbewerb in Graz"Ring Award 2017" ging an österreichisch-italienisches Team

Regisseur Valentin Schwarz und Ausstatter Andrea Cozzi überzeugten die Fachjury. Den Preis der Intendantenjury erhielt ein tschechisch-deutsches Frauenteam.

Intendant Heinz Weyringer, die Sieger Valentin Schwarz und Andrea Cozzi, Kulturlandesrat Christoph Drexler und Claudia Weyringer © Lupi Spuma
 

Der "Ring Award 2017" des Internationalen Wettbewerbs für Regie und Bühnenbild in Graz ist am Sonntag an ein österreichisch-italienisches Team verliehen worden. Regisseur Valentin Schwarz und Ausstatter Andrea Cozzi überzeugten die Fachjury. Beworben hatten sich 89 Teams aus 24 Nationen, drei davon kamen ins Finale, das an diesem Wochenende im Schauspielhaus stattfand.

Die Wettbewerbsteilnehmer mussten den ersten Akt von Donizettis "Don Pasquale" szenisch in einem eigenen Bühnenbild umsetzen. Die Entscheidung für das Team Schwarz/Cozzi war laut Jury einstimmig: "Es gibt viele Gründe, warum wir dieses Team ausgewählt haben. Die Wunderkammer, die sie für die Bühne ihrer 'Don Pasquale'-Interpretation geschaffen haben, ihr historisch-reflektierter Ansatz, die aufeinanderprallenden Welten und nicht zuletzt ihr Slapstick haben uns überzeugt", hieß es in der Begründung. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und beinhaltet eine Inszenierung in einer der Spielstätten der Grazer Oper.

Wunderkammer für die Bühne der 'Don Pasquale'-Interpretation von Schwarz/Cozzi Foto © Lupi Spuma

Den Preis der Stadt Graz, der von der Intendanten-Jury ermittelt wurde und der ebenfalls 3.000 Euro wert ist, ging an Barbora Horakova Joly (Tschechien) und Cornelia Schmidt (Deutschland). Den beiden Frauen war es laut Jury gelungen, "in ihrer Inszenierung ein Konzept umzusetzen, das auf subtile Weise heutig und kulturpolitisch sensibel ist und trotzdem Elemente der Commedia dell'arte zum Leben erwecken kann. Darüber hinaus überzeugten sie mit einer genauen Personenregie und Hellhörigkeit für Donizettis musikalische Struktur."

Vergeben wurden außerdem acht weitere Sonderpreise in Form von Inszenierungsangeboten von Opernhäusern. Das Siegerteam wurde von den Opern Cottbus, Montpellier, Karlsruhe und dem Theater an der Wien eingeladen, das Frauenteam erhielt Angebote der Semperoper in Dresden und der Oper.

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