Steirer des Tages

Ökumenischer Kabarettabend

Anlässlich des Jubiläumsjahres 2017 transferiert das Kabarettduo Oliver Hochkofler und Imo Trojan das Leben von Martin Luther und die Reformation in die Jetztzeit.

Kabarett zum Reformationsjahr
Kabarett zum Reformationsjahr © GÖTSCHMAIER
 

Warum gibt es eigentlich so viele Protestanten, aber nur so wenige Protestonkel? Das ist nur eine der Fragen rund um das Reformationsjahr, auf die die beiden Kabarettisten Oliver Hochkofler und Imo Trojan in ihrem neuen Programm „Luther 2.017“ pointierte Antworten zu geben versuchen. Heute Abend feiert das Kabarett in der Grazer Kreuzkirche offiziell Premiere.


Die Idee zu einem humorvollen Programm anlässlich 500 Jahre Thesenanschlag von Martin Luther hegte das Duo schon länger. Allerdings hatten Hochkofler und Trojan ein bisschen Bammel vor der Umsetzung. „Als wir regelmäßig und unabhängig voneinander darauf angesprochen wurden, zum Reformationsjahr doch etwas zu machen, haben wir uns dann doch getraut“, lacht Trojan. „Seither hat das Projekt eine Eigendynamik entwickelt“, fügt Hochkofler hinzu. Fürsprache gab es dabei auch vom evangelischen Bischof Michael Bünker. Verständlich, sorgte er doch einst selbst als Mitglied einer Kabaretttruppe für Lacher.


Natürlich will das Duo die Zuseher zum Lachen bringen. „Uns ist es aber wichtig, dass mit uns und nicht über eine Religion gelacht wird. Tatsächlich war die Grundidee, einen Brückenschlag von der evangelischen zur katholischen Kirche zu machen. Und Humor verbindet – nicht nur Menschen, sondern auch Konfessionen“, meint Hochkofler. Mit dem Inhalt schlagen die Kabarettisten ebenso einen neuen Weg ein wie mit den Auftrittsorten. Die Premiere sowie der zweite Auftritt am 26. November finden in der Kreuzkirche statt. Für mehr als 35 Auftritte in ganz Österreich wurden die zwei mit ihrem Reformationskabarett schon gebucht – auch von der katholischen Kirche. „Eine besondere Ehre ist es, dass wir bei der ,Langen Nacht der Kirchen 2017‘ auftreten dürfen.“


Kennengelernt haben sich die beiden, die regelmäßig gemeinsam auf der Bühne stehen, vor 26 Jahren: „Wir sind zehn Meter voneinander entfernt in Klagenfurt am Bahnsteig gestanden und haben die selben Leute begrüßt“, lacht Hochkofler. Wie sich herausstellte, hatten sie einen gemeinsamen Urlaub mit der evangelischen Jugendgruppe vor sich. Und noch viel mehr.

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