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NobelpreisOlga Tokarczuk, Vorkämpferin und Staatsfeindin

Es ist hoch an der Zeit, auch die Literaturnobelpreisträgerin zu würdigen: Olga Tokarczuk (57) ist nicht nur eine Weltliteratin, sie ist eine Kämpferin für ein multikulturelles Europa.

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SWEDEN-NOBEL-AWARD-LITERATURE-PRESSER
Geistige Nomadin: Olga Tokarczuk (57) © APA
 

Die Welt ist ein Stoff, den wir täglich auf den großen Webstühlen von Information, Diskussionen, Filmen, Büchern, Klatsch und kleinen Anekdoten weben. Heutzutage ist die Reichweite dieser Webstühle enorm – dank des Internets kann fast jeder in diesem Prozess Verantwortung übernehmen oder nicht, liebevoll oder hasserfüllt, zum Guten und zum Schlechten. Wenn sich diese Geschichte ändert, ändert sich auch die Welt.“ Dieser Satz aus der Nobelvorlesung von Olga Tokarczuk (57) ist prägend für ihr gesamtes Werk, für ihr Denken und ihr engagiertes Handeln, das ihr in ihrer polnischen Heimat sogar zahlreiche Drohbriefe einbrachte.
Dass die Autorin von Weltgeltung durch all die Kontroversen rund um die Preisvergabe fast zur Randfigur wurde, kommt einer groben Missachtung einer grandiosen geistigen Nomadin und Grenzüberschreiterin gleich. Dies beweist sie vor allem in ihrem aus einer Vielzahl von Einzelepisoden und kurzen, intensiven Momentaufnahmen bestehenden Roman „Unrast“, der zu Schauplätzen rund um die Welt führt.

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