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Drei Bücher über Musik und MenschenDie Macht der Melodien und ein ungelöstes Rätsel

Ein starker Roman über das Phänomen Beethoven, ein universalistisch gedachtes Musikbuch einer Poplegende und ein unverwüstlicher kulturhistorischer Krimi: Unsere drei Leseempfehlungen.

Beethoven-Orte - Bonn
Unerklärbar: Ludwig van Beethoven © APA/dpa/Oliver Berg
 

Suche nach einem Phantom

An Büchern über Beethoven besteht nun wirklich überhaupt kein Mangel, und doch gehört Albrecht Selges neuer Roman-Biografie „Beethovn“ künftig ein wichtiger Platz, wenn es um die literarische Reflexion dieses in vieler Hinsicht so einmaligen Komponisten geht. Dabei ist Selges Buch streng genommen weder Roman noch Biografie. Es ist eine Sammlung von Erzählungen über Menschen, die Beethoven nahe standen. Die „unsterbliche Gebliebte“ Josephine von Brunsvik, sein Neffe Karl, seine Haushälterin, eine alte Ahnin, der Dichter Franz Grillparzer und viele mehr – sie alle beschreiben „ihren“ Beethoven und ihre eigene Existenz. Das ruft ein Paradox in Erinnerung: Desto mehr Mozart-Bildnisse man kennt, desto weniger weiß man, wie er ausgesehen hat. Selge vergegenwärtigt dieses Paradox literarisch. Desto mehr man über Beethoven aus allen Blickwinkeln erfährt, desto schemenhafter, desto weniger greifbar ist dieser Mensch, dieses rätselhafte Phänomen.

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