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Verblüffendes Gedicht"Mit schauerlichem Bum, bum, bumm..."

"Ja, ja – sie bleibt doch immer gleich, die alte Menschensippe!": 1920 erschien im Schweizer Satiremagazin "Nebelspalter" ein auf die Spanische Grippe gemünztes Gedicht, das verblüffender Weise genauso gut zu Corona passen würde.

Ausschnitt aus der Karikatur der "Nebelspalter"-Titelseite vom März 1920 © Engeli & Partner Verlag
 

Man würde es kaum vermuten, aber die älteste Satirezeitschrift der Welt erscheint in der Schweiz. Der „Nebelspalter“ wurde 1875 nach dem Vorbild des englischen "Punch" (1841–2002) ins Leben gerufen. Das „Illustrierte humoristisch-politische Wochenblatt“, das der Journalist Jean Nötzli und der Karikaturist Johann Friedrich Boscovits in Zürich aufgebaut hatten, wuchs wie der Münchner „Simplicissismus“ (1896-1944) oder die Berliner „Weltbühne“ (1905-1993) zu einem Forum für kritische Geister. So renommierte Autoren wie Kurt Tucholsky, Erich Kästner oder Mascha Kaléko schärften die  „Speerspitze der geistigen Landesverteidigung“ gegen den Nationalsozialismus, als die sich der „Nebelspalter“ selbst verstand.

Kommentare (2)
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Langberg
1
11
Lesenswert?

!!!

Coole Lyrik! Und so ist es und nicht anders!

Elli123
0
12
Lesenswert?

mit einem Wort....

das "Volk" ist selber schuld und nicht die Regierung.