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Musil-AusgabeWalter Fanta: „Ich wollte gerne alle Schubladen vermeiden“

Eine Mammutaufgabe: Walter Fanta arbeitet an der Robert-Musil-Gesamtausgabe. Gerade ist Band Nr. 10 erschienen. Ein Gespräch über Musils Rezensententätigkeit, seine Skepsis gegenüber Österreich und noch fehlende Bände.

Musil-Forscher Walter Fanta © Müller/AAU
 

Rechtzeitig zum 140. Geburtstag von Robert Musil ist der 10. Band der Musil-Gesamtausgabe erschienen. Worum geht es darin?
WALTER FANTA: Die Zeitschriften- und Zeitungstexte von Robert Musil. Konkret habe ich sie in drei Bänden gesammelt, angefangen mit Band Nr. 9, der im Februar erschienen ist bis Band Nr. 11, der kommenden Februar herauskommt – insgesamt sind das über 1500 Seiten. Ich habe mich dazu entschieden, die Artikel chronologisch darzustellen und nicht thematisch oder der Form nach.

Kommentare (2)
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zweigerl
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Mineralwasserliteratur

Wollte man diesen Autor mit einem Getränk vergleichen, fiele einem weder eine stark gesüßte Limonade noch ein edler schwerer Wein ein. Musil hat den Geschmack von Mineralwasser, das gelegentlich auch prickelt. Es gibt keine Kategorie, in die er hineinfällt - sein Faible für das deutsche Schrifttum reibt sich an den Monumentalautoren Mann, Benn usw., die er dennoch arrogant zurücktreten hieß. Frisé, Corino haben denn auch alles versucht, endlich Leser zu mobilisieren. Herr Fanta klingt resigniert auf die Frage, ob denn irgendwer diese Bände nicht nur dekorativ in seiner Wohnung aufstellen, sondern auch lesen wird. Trotz Kreisky, der ihn zum Lieblingsautor erkoren hat (sonst aber Torberg las), wird aus seinen Werken nicht einmal passagenweise zitiert. Fiducit.

EventHorizon
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Ja

das ist auch sehr interessant