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Buch der WocheJohn Burnside und das Scheitern als Chance

Wut, Trauer und der Versuch, versöhnliche Töne zu finden. Mit „Magie und Liebe“ vollendete John Burnside seine schonungslose seelische Inventur.

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Emotionale Wechselbäder: John Burnside © APA
 

Am Anfang standen der Zorn und die Verbitterung. Vor rund zehn Jahren begann der schottische Literat John Burnside (64) mit dem Weltbestseller „Lügen über meinen Vater“ die Expedition in sein eigenes, desolates Inneres. Verursacht durch eine an Schatten reiche Kindheit im letzten Winkel seines Heimatlandes, mit einem alkohol- und spielsüchtigen Vater und Familientyrann. In einer dreiteiligen Autobiografie wollte er sich von massenweise angehäuftem seelischen Müll befreien, zu dem er selbst auch immer wieder einiges beisteuerte.
Im zweiten Teil „Wie alle anderen“ gestand er sich verbittert ein, in vielerlei Hinsicht auf den Spuren seines Vaters zu wandeln. Drogenexzesse enden in psychiatrischen Anstalten, der Wille zur Selbstzerstörung nimmt verheerende Formen an. Aber wie eine Maxime zieht sich Samuel Becketts Formel „Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern“ durch die gesamte Trilogie.

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