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Buch der WocheMichael Hanekes Verteidigung der Würde

Vom Menschsein in der Kälte: Das imposante Kino von Regisseur Michael Haneke funktioniert nicht nur auf Leinwand, sondern auch auf Papier.

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Michael Haneke
Michael Haneke legt seine Kino-Drehbücher nun als Sammelband vor © AP
 

Entfremdung, Verrohung, Hilflosigkeit. Der österreichische Regisseur Michael Haneke ist in den vergangenen Jahrzehnten zu einem der bedeutendsten Chronisten des gefühlskalten Wohlstandselends avanciert. Doch Hanekes Filme hätten nie solche Kraft ausgestrahlt, hätte er in seinen Panoramen einer von Eis umgürteten Menschlichkeit nicht ein tief humanistisches Bild eingehegt. Unverkennbar inspiriert vom französischen Regisseur Robert Bresson, ruft Hanekes Kino der Entwürdigung die Würde des Menschen ins Gedächtnis. Dass die Würde des Menschen antastbar ist, wird in seinem Werk zu einer in beispielhafter Strenge vorgetragenen Warnung. Die Präzision und Schärfe, mit der Haneke dabei vorgeht, werden ihm gern als Kälte ausgelegt, sind jedoch eher Folge eines radikalen Willens zur Ehrlichkeit.

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