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Buch der Woche Jo Nesbo schickt Macbeth in die Krimi-Welt

Jo Nesbø schuf einen neuen Ermittler. Eigentlich ist er schon rund 400 Jahre alt. Sein Name: Macbeth, einst Shakespeare-Protagonist. Ein Gipfeltreffen der Düsterlinge.

Macht Shakespeares Macbeth zum Ermittler: Jo Nesbo © KK
 

Kaum noch zählbar sind die  meist kläglich endenden Versuche, bedeutsame Romane bühnentauglich zu machen. Warum sollte aber nicht auch der umgekehrte Weg versucht werden? Klingt abstrus, wurde aber mit einigen wunderbaren Werken in die Tat umgesetzt. Den Anstoß dazu gab die legendäre englische Hogarth-Press. Sie lud anlässlich des 400. Todestages von William Shakespeare renommierte Autorinnen und Autoren ein, eines seiner Stücke in einer zeitgemäßen Romanversion aufzubereiten. Mit beeindruckenden Resultaten. Margaret Atwood fegte mit einer epischen Neuinterpretation von „Der Sturm“ los, Edward St. Aubyn, Schreckgespenst des britischen Hochadels, nahm sich „König Lear“ zur Brust, um erneut zynisch mit der highen Society abzurechnen.
Nun ist Jo Nesbø an der Reihe. Der norwegische, sprachlich virtuose Autor hat maßgeblichen Anteil daran, dass der Kriminalliteratur diese Benennung voll und ganz zusteht. Er entschied sich, wenig verwunderlich, für Shakespeares skrupellosesten und machtgierigsten Protagonisten: Macbeth.

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